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Farpoint - Vorschau

Das Ungeziefer der Zukunft

Vorschau Video Michael

Du, deine Waffe und jede Menge garstiges Viehzeug, das dir die Haut vom Gesicht ziehen will. Das ist die simple Formel aus der brillante Ego-Shooter geschmiedet werden. Die soll jetzt auch Playstation VR aufrütteln. Und zwar so, wie wir's von einem Virtual-Reality-Game eigentlich erwarten. Denn bei der kommenden Vorzeige-Ballerei „Farpoint“ stellt sich der Spieler mit Plastikgewehr und Headset einem ganzen Planeten voller Spinnenwesen. Wir haben den VR-Shooter angespielt. Der ist erstaunlich hart, schaut toll aus aber macht auch verdammt weiche Knie.

Bereits seit über einem halben Jahr streife ich regelmässig die Playstation VR über meinen Kopf. Hauptsächlich für eine Runde im abgefahrenen Reaktions-Racer „Thumper“, dem grausig-beängstigenden „Resident Evil 7“ und dem Cyber-Rythmus-Game „Rez Infinite“. Fantastische Titel, die gut zeigen, was sich mit der Virtual-Reality-Brille machen lässt. Sicher. Aber wo bleibt eigentlich das VR-Erlebnis, das uns Science-Fiction-Filme und Cyberpunk-Romane seit Jahrzehnten versprechen? Ja, eben Games, bei denen wir die Brille aufsetzen und mit einem Lasergewehr in der Hand gegen gesichtslose Gegnermassen anstürmen. Wobei uns dann Plasmageschosse, Blut und Eingeweide entgegen spritzen und wir richtig ins Schwitzen kommen. Auf die werden wir sicher noch etwas warten müssen. Aber „Farpoint“ vom Studio Impulse Gear könnte der erste echte Schritt in Richtung dieser Ego-Shooter sein.

Screenshot

Die Story des Games wirkt, zugegeben, eher wie eine lapidare Rechtfertigung als eine mitreissende Geschichte. Impulse-Gear-Gründer Randy Nolta spricht von einem Wurmloch, Anomalien, einem Planeten und verschwundenen Astronauten. „Du kommst an, ganz alleine“, so Nolta. „Du musst herausfinden, was los ist und wo deine Kollegen sind.“ Alles klar! Aber viel wichtiger ist sowieso, wie sich „Farpoint“ anfühlt. Denn hier bekommt der Spieler nebst der VR-Brille auf dem Kopf auch noch einen Plastikgewehr-Controller in die Hand gedrückt. Die Playstation VR Aim getaufte Waffenattrappe macht optisch eher wenig her: Sie ist leicht, weiss und gleicht einem gebogenen PVC-Rohr, das nebst Abzug auch noch die Playstation-typischen Steuerelemente beheimatet. Ist die Brille über die Augen geschoben, verschwindet die Plastik-Knarre. Stattdessen zeigt sich dann eine futuristische Science-Fiction-Wumme. Die VR Aim dient ab da nicht nur zum Rumballern, sondern auch zum bewegen. Der Zeigefinger der rechten Hand ist am hinteren Abzug, der Daumen der Linken am Analogstick am Vordergriff. Damit lenkt sich „Farpoint“ fast wie ein klassischer Ego-Shooter.

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