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Gear.Club Unlimited - Test

Heisse Edelkarossen und dicke PS-Schleudern

Test Video Alexander Winkel getestet auf Nintendo Switch

Heisse Edelkarossen und dicke PS-Schleudern fallen eher in die Kategorie der "Forza"-, "Project Cars"- und "Grand Turismo"- Racer. Jedoch bekommt die illustre Riege mit "Gear.Club Unlimited" Verstärkung, welches ab Dezember für Nintendo Switch erhältlich ist und parallel zu "Mario Kart 8 Deluxe" und "Fast RMX" um die Gunst der Spieler buhlt. Der Racer möchte so vieles sein, doch letztendlich kann er den genannten Titeln das Wasser nicht reichen. Völlig ausgebremst wird der Spielspass jedoch keinesfalls. Der Test verrät, worin die Stärken liegen und welche Schwächen zu bemängeln wären.

Einmal hinter dem Steuer eines Bugatti Veyron sitzen, dem Sonnenuntergang an einer von Palmen gesäumten Strasse entlang heizten und dabei das blaue Meer geniessen - ein Traum den uns "Gear.Club Unlimited" nun auch auf der Nintendo Switch ermöglichen wird. Im Laufe einer umfangreichen Karriere nehmt ihr zudem hinter dem Steuer zahlreicher weiterer Edelmarken wie BMW, Lotus, Jaguar und viele weitere Platz, um mit den realen Abbildern ordentlich Gummi zu geben. Möglichst realistische Modelle bekannter Fahrzeuge und das vollmundige Versprechen eines realistischen Racers mögen jedoch in die Irre führen, denn keineswegs kann der Titel mit den Genregrössen wie "Forza Motorsport" oder "Project Cars", als auch mit den richtigen Simulationen der PC-Rennfahrer verglichen werden. Die Boliden fühlen sich alles andere als physikalisch korrekt an, vielmehr kommt ein spassiges Arcade-Feeling auf, ganz wie in alten Zeiten.

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Die ersten Rennen und Meisterschaften sind schnell und leicht gewonnen, jedoch mutet es wie ein Kampf an, die Pferdestärken sauber auf die Piste zu bringen und Schrammen an der Karosserie zu vermeiden. Die Kisten schlittern gewaltig durch die zahlreichen Kurven und in den meisten Fällen sorgt das starke Übersteuern für verkrampfte Hände am Steuer, bzw. den nächsten unerwünschten Kuss mit der Leitplanke. Fehler könnt ihr dank integrierter Rückspulfunktion ungeniert ausbessern, was jedoch häufig aufgrund der starken Drifts und dem rutschigen Verhalten äusserst schwer auszutarieren ist. Fast gar möchte man "Gear.Club Unlimited" bereits verfluchen, denn von Realismus ist da kaum was zu spüren. Jedoch ist es ein wenig Gewöhnungssache und zudem ein eher temporäres Problem mit den anfänglichen Fahrzeugen.

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