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Gears of War 4 - Vorschau

Weniger Halbgötter im Stahlmantel, mehr Youngsters mit Dropshots

Vorschau Benjamin Kratsch

Wir haben einen Tag mit „Gears of War 4“ verbracht und trafen auf den Sohn von Xbox-Legende Marcus Fenix, während er gerade einen Baum pflanzte. Und wir liessen im Multiplayer Köpfe explodieren, indem wir Minen aus Bohrköpfen fallen liessen und experimentierten mit neuen Cover-Mechaniken, aus denen wir jetzt herausschnellen und aus dem Kick heraus mit dem Lancer Swarm-Monster aufspiessen und filetieren. „Gears of War 4“ im Hands-On.

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Sanft spielt die Musik in „Gears of War 4“ auf und die Kamera zoomt auf einen Mann, den wir alle ins Herz geschlossen haben: Marcus Fenix, Captain der Gears, Weltenretter, Locust-Vernichter, Nationalheld und Ikone der Xbox-360-Generation. Mit seinen mächtigen Pranken packt er dieses Mal aber kein verfaultes Fleisch an, sondern nur einen Baum. Fenix pflanzt gerade seinen Garten um, als ihm sein Sohn in die Arme fällt und er verliebt zu seiner hübschen Frau rüberblickt. Sekunden, an die JD Fenix denken muss, als er gerade durch den Wald hetzt, verfolgt von den Truppen von The Swarm. Alien-Kreaturen, schneller und tödlicher noch als die Locust. Sie brennen den Wand um ihn herum an, JD rennt weiter. Es ist eine unheimliche Macht, schwer zu sehen, schwer anzuvisieren. JD feuert nach hinten, denkt an seine Mama und die Zeit des Friedens. Denn nachdem sein Vater die Locusts vernichtet hatte, brachen 25 Jahre an, in denen die Menschen ihre Hände nicht mehr nutzten um mit übergrossen Kampfmessern Kreaturen die Hälse und Bäuche aufzuschneiden, sondern um Bäume zu pflanzen, Farmen zu bauen, eine neue Zivilisation auf Sera zu schaffen. Doch JD ist ein echter Fenix, ihn hält nicht viel auf dem Land, er schliesst sich dem Militär an und wird ein Elitesoldat, ein Gears, wie sein Daddy.

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Und genau wie Papa muss er sein Land retten, als schleimige, knochige Kreaturen angreifen, die auch aus einem H.R.-Giger-Alienstreifen krabbeln könnten. Die Menschen sind überrascht und nicht vorbereitet auf eine Invasion, das zeigt sich auch in der Designästethik von „Gears of War 4“. „Die Dropshot war ursprünglich ein Werkzeug, welches in Minen eingesetzt wurde. Als jedoch eine neue Invasion über Sera hereinbricht, wird alles zu Waffen umgebaut“, erzählt uns Game Director Rod Fergusson. Ein bärtiger Mann aus Ottawa, Kanada, der zusammen mit Cliff Bleszinski die „Gears of War“-Marke erfunden hat. Als Epic Games jedoch mehr und mehr in den Free2Play-Sektor abdriftete, wechselte er zu Irrational Games und half Ken Levine „BioShock Infinite“ fertig zu stellen. Mittlerweile ist er zurück in Kanada und der Studiochef von The Coalition, dem neuen „Gears“-Studio. Die Dropshot ist eine der spannendsten neuen Waffen des Multiplayers von „Gears of War 4“, mit dem wir einen Tag in London verbracht haben. Ihr schiesst damit eine Mine ab und je länger ihr die Abschusstaste haltet, desto weiter fliegt das Geschoss. Der Clou: Die Mine sendet einen Laserpunkt aus, so könnt ihr sehen, wo sie landen wird. Mit gutem Timing und viel Glück gelingt es uns den Laser direkt über dem Kopf eines Gegners zu platzieren, das Geschoss gräbt sich in seinen Kopf und lässt ihn explodieren.

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