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God Wars: Future Past - Test

Old-School strategisches Rollenspiel mit göttlichem Touch

Test Video Giuseppe Spinella getestet auf PlayStation 4

„God Wars: Future Past“ ist das neuste japanische strategische Rollenspiel am Horizont. Im Land der aufgehenden Sonne kämpft ihr an Seite von Helden, Göttern und leichtbekleideten Mädels. Es gilt, den Zorn der Götter zu bändigen, damit der Vulkan Fuji nicht ausbricht und alles in einem Flammenmeer zerstört. Dank des Fokus auf die Handlung und der herausfordernden Kämpfe erinnert „God Wars: Future Past“ an Allzeit-Klassiker „Final Fantasy Tactics“ und auch am obskuren, aber genialen SJRPG „Jeanne D’arc“ für PSP. Doch hält sich dieser gute Eindruck auch wirklich bis zum Schluss?

Ein Opfer für die Götter

Eine hochwertige und packende Anime-Sequenz leitet uns in das Spiel und dessen Geschichte ein. Die Fuji-Königin Tsukuyomi opfert ihre Tochter, um die Götter zu besänftigen. Sie ist erfolgreich, der Vulkanausbruch bleibt aus. Doch Jahre später soll eine weitere Tochter daran glauben. Kaguya wartet in ihrem Gefängnis auf ihr elendes Schicksal. Aber gegen Erwarten befreit der kräftige Bursche Kintaro die Prinzessin. Zusammen machen sie sich auf die Suche nach der mittlerweile verschwundenen Königin. Was ist aus der Königin geworden? Muss Prinzessin Kaguya unbedingt geopfert werden? Wieso sind die Götter stets erzürnt und kurz davor, den Vulkan ausbrechen zu lassen?

All die Fragen werden im Laufe des Spiels beantwortet. Zusammen mit den charismatischen Charakteren liefert „God Wars: Future Past“ eine packende Handlung. Zahlreiche Helden und Götter aus japanischen Mythen treten darin auf und viele werden sogar zu Mitgliedern unserer Kampftruppe. Es hat schon etwas Spezielles, Götter im Kampf zu steuern! Hin und wieder wird die Handlung durch lustige Dialoge aufgelockert, doch insgesamt bleibt die Atmosphäre stets ernst. Der Fokus auf die Story mit vielen Twists und Überraschungen erinnert an „Final Fantasy Tactics.“ Doch anders als der Klassiker kann „God Wars: Future Past“ seine Finger von Anime-Cliches nicht ganz lassen. Die anfangs geheimnisvolle Aome schadet der Immersion durch ihre freizügige Kleidung und unpassende anzügliche Pose. Oh, die ganze Gruppe steht kurz vor dem Tod? Das schert Aome nicht wirklich, sie steht weiterhin in einer ungemütlichen und unwahrscheinlichen Pose da, die ihre riesigen Brüste betont. Normalerweise stört uns dies bei japanischen Spielen nicht wirklich, weil es fast schon zur Regel gehört. Doch die epische Story von „God Wars: Future Past“ leidet unter dem nutzlosen Fanservice.

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