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Immortals Fenyx Rising - Vorschau / Preview

Kid Icarus trifft Assassin's Creed

Vorschau Benjamin Braun

Auf der E3 2019 hatte Ubisoft das Action-Adventure im mythischen Griechenland bereits offiziell angekündigt - damals noch als "Gods and Monsters". Der Name ist inzwischen Geschichte, und auch das Spiel, das damals wohl eher als kleineres Abenteuer geplant war, ist ein gänzlich anderes. Wir haben das voll ausgewachsene Actionspiel, das munter "Assassin's Creed", "Kid Icarus" und "Breath of the Wild" miteinander mischt, mehrere Stunden angespielt und sind sehr angetan.

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Wer Blitze verschiessen kann und hoch oben auf dem Olymp über allen anderen Göttern thront, der muss sich eigentlich keine Sorgen machen. Der griechische Obervater Zeus hat in Ubisofts kommendem Action-Adventure "Immortals: Fenyx Rising" neuerdings allerdings so seine Probleme. Denn Gaia-Sohn Typhon will sich im Namen seiner Mutter immer noch an Zeus rächen und scheint Erfolg damit zu haben. Aber das kommt eben davon, wenn man sich mit den Titanen anlegt und glaubt, am Ende ungeschoren davonzukommen. Ohne die Hilfe eines Helden ist Zeus' Vormachtstellung jedenfalls in grosser Gefahr, zumal Zeus und Prometheus, die als Erzähler im Spiel dienen, lieber darüber philosophieren, wie "Ubisoft" eigentlich genau ausgesprochen wird - wobei wir nicht sicher sind, ob dieser direkte Bezug zum Publisher auch im finalen Spiel tatsächlich Teil des süffisanten "Streitgesprächs" zwischen den beiden sein wird.

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Die junge Fenyx - die bei uns weiblich war, auf Wunsch aber auch männlich sein kann - scheint in jedem Fall genau die Person zu sein, die Typhon und seine Schergen in die Schranken weisen kann. Und jenes geflügelte Wesen ist exakt das, mit dem ihr euch Zyklopen, Zerberus-Hunden und allem möglichen anderen Pack aus Hades' Unterreich und schliesslich Typhon selbst entgegenstellt.

Zelda trifft Assassin's Creed

"Immortals: Fenyx Rising" versetzt euch in eine offene Spielwelt, die aus mehreren, wahrscheinlich nahtlos miteinander verbundenen Regionen besteht. Eine davon im Nordosten der üppig anmutenden Karte konnten wir in der Hands-on-Session angehen, bei den übrigen verhinderte eine Wolkendecke noch die Sicht. Ihr bewegt euch jedenfalls frei durch die Welt, die in unserem Gebiet erheblich grössere Höhenunterschiede aufweist. Hier gibt es also etliche hohe Berge, tiefe Schluchten und stellenweise auch mal weitläufigere Täler, die ihr längere Zeit ohne Kletterei und ohne die Nutzung von Fenyx' Flügeln zu Fuss oder auf dem Rücken eures Reittieres erkunden könnt.

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Klettern könnt ihr dabei übrigens ähnlich wie Kassandra oder Ezio in "Assassin's Creed" an nahezu jeder Fels- oder Häuserwand. Der Unterschied besteht darin, dass "Immortals" auch im Hinblick darauf stärker die Rollenspiel-Aspekte betont. Ein bei unserer Heldin gewiss bereits deutlich ausgebauter Ausdauerwert setzt euch Grenzen. Ohne Erholungspausen stürzt ihr ausgepowert womöglich aus grosser Höhe in die Tiefe, könnt mithilfe von Ausdauertränken die geschröpfte Energieleiste notfalls aber auch so zwischendurch wieder auffüllen. Das ist insbesondere auf der Flucht aus einem offenen Kampf gelegentlich notwendig. Denn während verlorene Trefferpunkte generell nur ausserhalb eines offenen Konflikts automatisch wieder aufgefüllt werden, ist die Ausdauerregeneration während eines Gefechts wenigstens sehr stark reduziert.

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Deshalb, aber auch bezogen auf den Cartoon-artigen Grafikstil, erinnert "Immortals" zu Beginn teils frappierend an den Nintendo-Hit "The Legend of Zelda: Breath of the Wild", denn auch hier gibt es haufenweise Kämpfe, Rätsel und Geheimnisse, die das Abenteuer von Fenyx zu einem echten Hit im Action-Adventure-Genre machen könnten.

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