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Hand of Fate - Test

Die Karten des Schicksals

Test JoelK getestet auf PC

Originelle Spielideen sind - gerade auf den Konsolen - eher selten. Wenn, dann kommen nur Indiespiele mit wirklich neuen Konzepten daher. Mit dem Steam Early Access bietet der PC für solche Indieentwickler eine sehr gute Plattform, um ihre Spiele zu präsentieren. Doch die Xbox One kriegt solche Titel eher seltener und später zu sehen.

Umso erfreulicher ist der Release von „Hand of Fate“, das gerade erst die Early-Access-Phase auf Steam hinter sich gebracht hat und jetzt auf PC und auf Xbox One erschienen ist. Die aussergewöhnliche Mischung aus Kartenspiel, klassischem Pen-&-Paper-Rollenspiel und Action-Adventure gehört wohl zu den kreativsten Xbox-Titeln dieses jungen Jahres.

Der Gebieter der Karten

Als namenloser Held stellen wir uns dem geheimnisvollen Gebieter entgegen: Einem vermummten Mann, der uns zu einem Kartenspiel um Leben und Tod herausfordert. Vor unserem bronzenem Abbild legt er verschiedenste Karten aus. Hier wählen wir, welchem Ereignis wir uns als nächstes Stellen. Hinter jeder Karte könnte unser Verderben warten. Vielleicht ein Hinterhalt, Räuber, die uns an das hart verdiente Gold wollen. Oder ist eine hilfreiche Maid, deren Zauber uns ein längeres Leben schenkt? Jeder Schritt bringt uns näher an unser Ziel, einem der zwölf Kommandanten des Gebieters. Doch sehr schnell gehen uns auch die wertvollen Vorräte aus.

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Gefragt ist bei "Hand of Fate" vor allem eine grosse Portion Glück, denn auch wenn wir das Deck, aus dem unser Abenteuer aufgebaut wird, selbst zusammenstellen können, wird jeder Kartentisch zufällig aufgebaut. Während am Anfang der Spielleiter uns noch grosszügig unter die Arme greift, wird das Spiel je länger je erbarmungsloser. Nur Spieler, die sich an die wechselnden Bedingungen anpassen können und jede Karte zu ihren Gunsten spielen, haben hier eine Überlebenschance.

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Das Gameplay besteht im Grunde aus drei separaten Teilen: Dem Deck, beziehungsweise der Vorbereitung. Denn wer seine Karten gut auswählt, kann sich einen Vorteil erschaffen. Der zweite Teil ist der Dungeon, der in Form von Ereigniskarten vor uns auf dem Tisch liegt. Hier finden wir genauso Gefahren, wie glückliche Ereignisse und nicht selten müssen wir entscheiden, wie wir beispielsweise auf einen verwundeten Soldaten reagieren. So können wir ihm den Gnadenstoss geben und seine Habseligkeiten an uns nehmen, oder wir teilen unsere Rationen mit ihm, in der Hoffnung, dass er uns in einem späteren Abenteuer hilft. Der dritte Teil des Spiels zeigt sich erst im Kampf, denn hier übernimmt der Spieler direkt Kontrolle über den Helden und die bislang erlangte Ausrüstung. Gekämpft wird in verschiedenen kleinen Arenen, ganz klar inspiriert von der „Batman: Arkham“-Reihe. Angreifen, Kontern und Ausweichen reiht sich fliessend aneinander und wird durch Waffenfähigkeiten und Artefakte.

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