Games.ch

HeroFest 2019 - Special

Genug Fest für die Helden?

Artikel Alain Jollat

Die Abnabelung von der ehemaligen Spielzeugmesse Suisse Toy - und deren sehr jungem Zielpublikum - gelang letztes Jahr nicht. Auch die Besucherzahlen lagen weit unter den Erwartungen. Doch wahre Helden geben nicht auf, und so überraschte das HeroFest 2019 die Besucher mit einer neuen Hallenaufteilung, mehr Bühnen und charmanten Ideen - aber auch mit etwas weniger Inhalt für Gamer, deren Hauptinteresse nicht dem E-Sport gilt.

Was dieses Jahr neu war

Die Messefläche wurde dieses Jahr komplett neu aufgeteilt. Die SwitzerLAN, die auch dieses Jahr über 2'000 Gamer in ihren Bann ziehen konnte, wurde in die obere Etage verlegt. Wie schon die letzten Jahre konnten die Besucher der Messe einen eindrücklichen Blick auf die unzähligen Monitore sowie die schon fast obligatorischen Lichteffekte auf der Hardware und Peripherie der Teilnehmer werfen. Mitspielen konnte jedoch nur, wer vorgängig ein separates SwitzerLAN-Ticket gekauft hatte.

Screenshot

Die Games- und E-Sports-Halle verfügte dieses Jahr über wesentlich mehr Bühnen. Hinter der Zuschauertribüne, welche die Stage vom Rest der Halle trennte, konnten die Besucher den Kommentatoren beim Arbeiten zuschauen. Während es übrigens einen eigenen Ab-18-Bereich für Titel wie "Call of Duty" gab, hatten alle Besucher ohne Alterskontrolle Zutritt zur Stage, obwohl auch hier jede Menge 18er-Content gezeigt wurde.

Screenshot

Wer ein Faible für analoge Spiele hat, konnte sich dieses Jahr besonders freuen und Brettspiele ausleihen. Den Sammelkartenspielen (wie etwa "Magic The Gathering" oder "Yu-Gi-Oh!") wurde zudem mehr Platz eingeräumt, und es waren Turniere angesetzt - sogar Pen-and-Paper-Rollenspiele wurden angeboten. Wer also noch nie "Dungeon & Dragons" gespielt hat, konnte dies nachholen. Und wer nicht wusste, dass man "Quidditch" - ihr wisst schon, der Sport aus "Harry Potter" - auch als magisch nicht begabte Person spielen konnte, durfte diese Wissenslücke am HeroFest schliessen. Die Mutigen konnten mitspielen, die eher scheuen Besucher durften vom Feldrand zuschauen.

Screenshot

In derselben Halle waren auch Cosplayer und Artisten untergebracht. Im Vergleich zum letzten Jahr war der bereitgestellte Platz kleiner, aber der Faszination der Besucher dem Hobby gegenüber tat das keinerlei Abbruch. Im Gegenteil, viele Bereiche waren richtig charmant und liebevoll präsentiert, so etwa die aus Holz gefertigten Künstlerstände, die entfernt an Gemüse-Marktstände erinnerten und mit der Filamentglühbirnen-Beleuchtung die Kreativität der Artisten wesentlich besser unterstrich als die klassischen Messewände, die sonst gern verwendet werden. Solche Details fand man übrigens vielerorts am HeroFest. So fanden die Rollenspielrunden in Holzhäusern statt, und bei den Retrogames dienten alte Anhänger aus Holz als Tische für die Monitore.

Zu guter Letzt konnten sich Fans des Drohnen-Sports über eine komplette Halle nur für sich freuen.

Kommentare