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HP enthüllt neues VR-Headset

Gamer und Kreative als Hauptzielgruppe

Artikel Video Simon Gröflin

Mit dem Reverb G2 entlässt HP ein neues VR-Headset auf den Markt, das an den Vorgänger Reverb G1 erinnert. Der Hauptunterschied: Diesmal war sogar Valve und nicht nur Microsoft in die Entwicklung involviert. Wir durften uns schon im Rahmen eines Webcast-Meetings mit HP aus den USA über das Reverb G2 unterhalten. Interessant ist die Brille auf jeden Fall, auch wenn wir sie erst ein wenig später bei uns auf dem Markt sehen dürften. Wir haben für euch eine erste Einschätzung.

HP begründet seinen Entscheid, ein weiteres VR-Headset zu pushen, mit zunehmenden Einsatzzwecken der VR-Technologie. Dass Gaming nach wie vor als eine treibende Kraft anzusehen sei, bezweifelt auch HP, gestützt auf Marktforscher, nicht. Der zweite Hauptanwendungsbereich liegt für den PC-Hersteller im Bereich von Kreativ-Tools, beispielsweise bei Nutzern, die ihren Arbeitsplatz erweitern wollen, um mit mehreren virtuellen Bildschirmen zu arbeiten oder Objekte schneller aus mehreren Winkeln zu betrachten. Corona-bedingt macht sich HP natürlich auch das Homeoffice-Argument zunutze, da mehr Meetings virtuell stattfänden und VR auch bei Designern und Ingenieuren in Kollaborativ-Tools, etwa zum gemeinsamen Betrachten von 3D-Projekten, in die Nische springe. Ein Edukativ-Ansatz, bei dem VR-Services mehr und mehr Learning-Aspekte abdecken würden, zeichne sich ebenfalls ab.

2K-Display-Auflösung und neue Linsen

Die Auflösung der neu geschliffenen Linsen belässt man bei 2'160 × 2'160 Pixeln pro Auge. Stolz ist HP nach wie vor auf das sehr scharfe, LCD-basierte VR-Bild. Im Unterschied zum Vorgänger seien aber ein gewaltiger Kontrast- und Helligkeits-Boost auszumachen.

Screenshot

"Ihr werdet überrascht sein", betont John Ludwig, HPs leitender VR-Produktmanager. Es sei, als schaue man direkt in die VR-Welt hinein. Hierzu spielte er auf die neue Form der Linsen an, zu denen allerdings keine Dioptrie-Korrektur-Linsen der Valve Index kompatibel sein werden.

Während der Entwicklungsphase habe HP zudem sehr stark darauf geachtet, die Auflösung in Winkelbereichen zu optimieren. Valve habe hier als Partner sein ganzes Know-how eingebracht und das neue Setting von Grund auf neu kalibriert, sagt HP. Der Blickwinkel bleibt mit 114 Grad zwar weiterhin gross. Die Valve Index als Premium-Headset mit dem aufwendigeren Lighthouse-Tracking kann aber den Blickwinkel des Neuzugangs noch immer um 20 bis 30 Grad toppen.

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