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iPhone Xs Max - Hardware-Test

Wahre Grösse?

Hardware: Test Beat Küttel

2018 ist für Apple ein S-Jahr. Veröffentlichungen mit dem S-Anhängsel bedeuten normalerweise einerseits keine wirklichen Design-Neuerungen, während andererseits meist mehr Power und einige neue Features geboten werden. Doch das iPhone Xs Max, welches wir testen durften, hält sich nicht ganz an diese Tradition. Zwar bleibt das grundlegende Design das gleiche wie beim Vorjahresmodell, doch wächst das neue Apple-Flaggschiff sprichwörtlich über sich hinaus und bietet neu einen 6.5 Zoll grossen OLED-Screen. Doch auch bei den inneren Werten und in Sachen Software-Features hat sich einiges getan. Es gibt viel zu besprechen, packen wir’s an.

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Es ist nicht immer einfach, bei den neuen iPhone-Modellen den Überblick zu behalten. Auch dieses Jahr sind wieder drei neue Geräte am Start, wobei das etwas günstigere iPhone Xr noch ein wenig auf sich warten lässt. Gemeinsam haben dieses Jahr alle Modelle, dass sie sich ganz und gar am Design des Vorjahres-iPhone-X orientieren. In Sachen Screen-Grösse und Art unterscheiden sie sich allerdings drastisch voneinander, während bei der verbauten Technik zwar sehr viele Gemeinsamkeiten, aber eben auch einige Unterschiede zu finden sind. Dieses Review dreht sich aber einzig um das grösste iPhone aller Zeiten, die anderen Geräte werden wir grösstenteils nur zu Vergleichszwecken erwähnen.

Wahre Grösse

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Ganz klar eines der hervorstechendsten Features des iPhone Xs Max ist seine Grösse. Mit satten 6.5 Zoll Screen-Diagonale bietet es mit Abstand das grösste Display, das je in einem iPhone verbaut wurde, bisher war bei maximal 5.8 Zoll Schluss. Zudem kommt wie schon beim 2017er iPhone X ein OLED-Display zum Einsatz, welches für ein absolut hervorragenden Kontrast, echtes Schwarz und allgemein für ein erstklassiges Bild sorgt. Sorgen gemacht hatte man sich, dass auf längere Sicht das bei OLED durchaus vorkommende “Einbrennen” von Bildinhalten ein Problem werden könnte. Die Erfahrung aus dem letztjährigen iPhone X haben aber gezeigt, dass dies bei den Apple-Produkten kein Problem zu sein scheint. Die Auflösung kommt mit eher ungewöhnlichen 2688x1242 Pixeln daher. Das hat aber damit zu tun, dass mit Ausnahme des Xr alle X-Modelle mit einer Pixel-Dichte von 458 Pixeln pro Zoll daherkommen. Im Vergleich etwa mit den iPhone-8-Modellen vom letzten Jahr ist das eine deutliche Steigerung. Der sogenannte Notch an der Oberseite des Displays, das ansonsten die gesamte Vorderseite ausfüllt, ist natürlich auch wieder mit an Bord und wird auch dieses Jahr sicher nicht jedem gefallen. Aber ansonsten gibt es wirklich nur positives zum Screen zu sagen. Scharf, hell, farbecht und mit Attributen wie HDR, True Tone oder Dolby Vision aufwartend und auch sonst in allen Belangen über jegliche Zweifel erhaben. Wo wir gerade bei der Frontseite des iPhones sind: Hier gilt es natürlich für viele Fans wieder, vom Home-Button Abschied zu nehmen, und sich stattdessen viel mehr an Steuerungsgesten und Knopfdrücke (auf der Seite) zu gewöhnen. Das braucht für Newcomer zwar eine gewisse Anlaufzeit, doch es ist letztlich sehr gut durchdacht und funktioniert auch absolut problemlos. Beim iPhone Xs Max stellt sich dabei allerdings noch ein anderes Problem. Zwar ist Apples neues Flaggschiff in Länge und Breite dank den wegfallenden Rändern praktisch genau gleich gross wie etwa das iPhone 8 Plus (das eine 5.5-Zoll Screen-Diagonale aufweist). Doch wenn man etwas ganz oben anklicken oder eine Geste ausführen will, muss man dafür viel weiter nach oben greifen als bisher. Mit anderen Worten: Dieses Smartphone einhändig zu bedienen, wenn man nicht gerade Riesenhände hat, ist kaum realistisch, trotz all der Tricks, die Apple implementiert hat. Wer wie wir sowieso oft sein Smartphone zweihändig bedient, und damit überhaupt kein Problem hat, wird sich auch an die Grössenverhältnisse des iPhone Xs Max rasch gewöhnen. Wer allerdings auf einhändige Bedienung schwört, für den ist das Xs Max nicht das richtige Gerät. Ebenfalls positiv zu erwähnen in Sachen Front ist das Upgrade von Face ID. Der Home-Button und somit natürlich auch die Entsperrung per Fingerabdruck ist bei Apple Vergangenheit. Umso erfreulicher, dass die Entsperrung mittels Infrarot-Gesichts-Scan dieses Jahr noch ein bisschen schneller funktioniert als bei der Premiere 2017.

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