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iPod Touch (2019) - Hardware-Test

Klein, aber auch oho?

Hardware: Test Beat Küttel

"Wie bitte?!" So oder so ähnlich war unsere erste Reaktion, als wir hörten, dass Apple einen neuen iPod Touch auf den Markt bringt. Wer soll sich den denn bitte im Jahr 2019 noch kaufen? Doch wie immer gibt es nicht nur eine Wahrheit, und es ist nun mal nicht jeder ein Technik-Nerd wie wir. Unter diesen Gesichtspunkten haben wir den neuen iPod Touch unter die Lupe genommen und verraten euch, weshalb das gute Stück in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis gut abschneidet, und vor allem, für wen es allenfalls wirklich eine lohnenswerte Investition ist.

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Der neue iPod Touch orientiert sich optisch ganz klar an seinem direkten Vorgänger und nicht etwa an den aktuellen iPhones. Das kommt zum Beispiel bei der Grösse des Displays zum Ausdruck, aber auch bei der Tatsache, dass der 2019er-Touch nach wie vor einen Homebutton hat. Apple hat hier Elemente aus verschiedenen Produkten der vergangenen Jahre zusammengewürfelt, um ein möglichst attraktives, aber gleichzeitig nicht zu teures iPod-Erlebnis zu ermöglichen. Dass man dabei kein absolutes High-End-Gadget erwarten darf, ist klar. Doch immer schön der Reihe nach.

Innere und äussere Werte

Was einem am neuen iPod Touch natürlich als Erstes auffällt, ist das Design, weil sich gegenüber dem Vorgänger nicht viel getan hat. Das ist deshalb bemerkenswert, weil die vorherige Generation aus dem Jahr 2015 stammt. Das ist aus Tech-Sicht eine halbe Ewigkeit her, und entsprechend hat sich zum Beispiel bei den iPhones seither vieles getan. Doch der iPod Touch zeigt sich davon komplett unbeeindruckt und kommt mit einem im ersten Moment winzig erscheinenden 4-Zoll-Display daher. Auch den Homebutton von anno dazumal gibt es nach wie vor. Entsprechend ist also von einem randlosen Bildschirm nichts zu sehen. Es werden eher nostalgische Gefühle und weniger unser Hightech-Testosteron angeregt. Neben den offensichtlichen Nachteilen, die ein kleines Display mit sich bringt, darf man dabei aber die Vorteile nicht vergessen. Besonders die Tatsache, dass das 12,3 x 5,8 cm messende Gerät problemlos mit einer Hand zu bedienen ist, kann in der heutigen Zeit durchaus als Pluspunkt gewertet werden. Da sich der Screen nicht über die ganze Vorderseite erstreckt, gilt dies auch für kleine Hände, was bei einem Teil der wohl angepeilten Zielgruppe nicht ganz unwichtig ist. Doch dazu später mehr.

Beim Bildschirm handelt es sich um ein Retina-Display mit einer Auflösung von 1136 x 640 Bildpunkten, was eine Pixeldichte von 326 ppi ergibt. Im Inneren werkelt derweil Apples A10-Fusion-Chip. Das ist zwar nicht der aktuellste A12-Prozessor, der in den modernen iPhones und iPads zum Einsatz kommt, bietet aber dennoch durchaus ausreichend Power. So läuft auf dem iPod Touch das aktuelle iOS 12, und auch AR-Applikationen sind auf dem handlichen Gerät dank der zusätzlichen Prozessor-Power nun möglich. Der A10-Prozessor bietet hinsichtlich roher Rechen- und Grafikleistung ein zwei- bis dreimal höheres Niveau als sein iPod-Touch-Vorgänger. Das ist einerseits signifikant, allerdings darf man das nach vier Jahren natürlich erwarten.

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Ebenfalls immer eine wichtige Komponente bei mobilen Apple-Produkten sind die Kameras. Auch hier reissen einen die technischen Spezifikationen als Nerd nicht vom Hocker. Eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite sowie gerade mal 1,2 Megapixel für die Facetime-Kamera auf der Vorderseite sind nicht gerade berauschend. Mit einer guten 8-Megapixel-Kamera lassen sich zwar durchaus ansehnliche Fotos schiessen, doch erwarten die meisten Leute heutzutage etwas mehr, und die Auflösung der Frontkamera sorgt beim Empfänger womöglich öfter mal für die Frage, ob mit der Verbindung etwas nicht in Ordnung ist. Hier ging es wohl eher darum, überhaupt eine Selfie-Kamera als Feature aufführen zu können, denn zeitgemäss ist selbige aus technischer Sicht nicht mehr. Dafür bringt der neue iPod Touch natürlich wieder Features wie Siri mit, und auch Dienste wie etwa Apple Music laufen darauf. Doch wie bewährt sich dieser doch unerwartete Neuzugang der Apple-Familie denn nun im Alltag?

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