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Kingdom Come: Deliverance - Tipps & Tricks

Der Guide zum Ritter, Händler oder Ganoven

Artikel JoelK

Das europäische Mittelalter-Rollenspiel „Kingdom Come: Deliverance“ aus dem Hause Warhorse bietet nicht nur eine packende Atmosphäre, sondern auch eine Vielzahl an Möglichkeiten. Neue Spieler haben es nicht leicht sich in der Flut aus historischen Fakten und Tutorials zurecht zu finden. Daher stellen wir euch die wichtigsten Spielmechaniken und unsere persönlichen Tipps zu drei wichtigen Spielstilen vor.

Kämpfen wie ein echter Ritter

Auch wenn es möglich ist „Kingdom Come: Deliverance“ zu beenden und nur das Blut einer Person zu vergiessen, so lädt doch das strategische Kampfsystem dazu ein, den eigenen Ruhm mit dem Schwert zu mehren. Wie in anderen Bereichen setzt das Spiel auch hier auf Realismus. Das heisst vor allem eines: Sowohl Nahkampf als auch Fernkampf erfordert einiges an Übung.

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Als erstes werden viele Spieler im Rahmen des Tutorials mit dem Faustkampf konfrontiert. Dieser verläuft etwas anders als der bewaffnete Kampf. Hier habt ihr nämlich nicht die Möglichkeit die Richtung eurer Angriffe zu bestimmen. Auch eure Gesundheit wird deutlich weniger zum Problem als in späteren Kämpfen. Stattdessen dreht sich der Faustkampf vor allem um eure Ausdauer. Werdet ihr getroffen oder setzt selbst zum Schlag an verliert ihr Ausdauer, ist diese leer ziehen weitere Treffer euch Gesundheit ab. Eure Gegner verfügen zudem über Griffe, die sie häufig einsetzen werden um eure Angriffe zu kontern. Kämpft ihr gegen einen stärkeren Gegner (beispielsweise Kunesh aus dem Tutorial), so empfiehlt es sich daher mobil zu bleiben und den Gegner mit schnellen Schlägen in die Defensive zu zwingen. Erst wenn der Gegner deutlich geschwächt ist lohnt es sich zu den langsamen aber vernichtenden, starken Schlägen auszuholen. Blocken solltet ihr soweit möglich durch ausweichen ersetzen, da auch geblockte Schläge noch ein gutes Stück eurer Ausdauer verbrauchen.

Ganz anders sieht es mit dem Schwertkampf aus. Hier kann bereits ein einzelner guter Treffer den Kampf entscheiden. Das liegt vor allem daran, dass eure Gesundheit auch eure maximale Ausdauer festlegt. Dasselbe gilt auch für Gegner, ein verwundeter Gegner greift seltener und langsamer an. Eure beste Chance ist daher so lange abzuwehren, bis der Gegner erschöpft ist und dann zum Gegenangriff auszuholen. Blockt ihr zudem im exakten Moment in dem der Gegner angreift, kostet euch die Abwehr keine eigene Ausdauer. Die meisten Kontrahenten werden das Gleiche mit euch versuchen. Habt ihr jedoch mehr Ausdauer als der Gegner, so könnt ihr ihn durch wiederholte Angriffe aus dem Gleichgewicht bringen und seine Abwehr durchbrechen.

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Der Schaden den ihr einsteckt und austeilt hängt stark davon ab welche Schadensart benutzt wird. Die meisten Waffen verfügen über einen Schlag- und einen Stichangriff und fügen zudem Wuchtschaden zu. Jedes Rüstungsteil besitzt ebenfalls Verteidigung gegen jede dieser drei Schadensarten. Das heisst, dass wenn ihr bei einem Kampf ansteht ein Waffenwechsel spielentscheidend sein kann.

Diese taktischen Überlegungen sind aber hinfällig, solltet ihr gegen mehr als einen Gegner in den Kampf ziehen. Wie in unserem Review erwähnt werden Kämpfe gegen mehrere Gegner schnell unübersichtlich und unfair. Eure beste Chance besteht einerseits darin Gegner einzeln anzulocken und andererseits in eurer Vorarbeit mit dem Bogen. Ein gut platzierter Pfeil ermöglicht es euch anstürmende Gegner entweder sofort auszuschalten oder zumindest stark zu schwächen. Vergesst bloss nicht rechtzeitig zu eurer Nahkampfwaffe zu wechseln, ansonsten verliert ihr euren Vorteil schnell.

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