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Knockout City - Vorschau / Preview

Simples Spielkonzept, grosser Spass!

Vorschau Video Benjamin Braun

Mit "Mario Kart Live: Home Circuit" erregte der US-Entwickler Velan Studios im vergangenen Jahr Aufsehen. Voraussichtlich im Mai 2021 startet ihre neue, an Dodgeball angelehnte Multiplayer-Action auf allen wichtigen Spieleplattformen. Wir konnten "Knockout City" bereits vorab mehrere Stunden mit Kollegen und Entwicklern spielen. Weshalb wir viel Spass hatten, aber noch Restzweifel bleiben, erfahrt ihr im Folgenden.

Electronic Arts unterstützt bereits seit einigen Jahren Indie-Studios aus aller Welt im Rahmen seines sogenannten EA-Originals-Programm. Besonders ist dabei gar nicht so sehr, dass ein grosser Publisher das Potenzial der Spiele eher kleiner, unabhängiger Entwickler erkannt hat, sondern dass EA diese finanziert und bewirbt und den Verkaufsgewinn vollständig dem Studio überlässt. Umfasste die Titelliste bislang vor allem fast schon typische Indie-Abenteuer wie "Unravel", "A Way Out" oder "Sea of Solitude", handelt es sich bei "Knockout City" um einen reinen Mehrspielertitel, in dem sich zwei kleine Teams gegenseitig mit Bällen abwerfen. So simpel das Konzept des "Mario Kart Live"-Entwicklers Velan Studios aber klingen mag: In den ersten Stunden hatten wir bereits jede Menge Spass.

Voll auf die Nüsse

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Den US-Sport Dodgeball kennen viele Europäer wohl erst seit dem hierzulande seltsamerweise "Voll auf die Nüsse" getauften Film von und mit Ben Stiller. In "Knockout City" findet das Spielgeschehen allerdings nicht auf einem regulären Feld statt, und es gibt, wenigstens nach bisherigem Kenntnisstand, auch keinen Gastauftritt von David Hasselhoff. Stattdessen finden sich die Arenen etwa auf einem Hochhausdach wieder oder mitten in einem Stadtkern, in dem schwebende Autos kreisen oder Brücken und andere erhöhte Punkte zum Abwurf günstigere Positionen bieten. Die Maps haben dabei allesamt eine nahezu optimale Grösse. Beim Respawn landen wir immer ausreichend weit entfernt von den Gegnern, um nicht sofort noch einmal abgeworfen werden zu können. Gleichzeitig ist man innerhalb weniger Sekunden wieder genau dort, wo die Action stattfindet. Das Ziel im "Team Knockout", einem von drei Modi, die wir bereits ausführlich spielen konnten, ist denkbar simpel: Ihr schnappt euch einen der in der Umgebung platzierten Bälle und versucht damit die Mitglieder des gegnerischen Teams abzuwerfen. In diesem Wettbewerb treten Dreierteams gegeneinander an. In "Diamond Dash" und "Ball-Up Brawl" (dazu später mehr) sind es jeweils vier pro Team.

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Ein vom Gegner geworfener Ball kann dabei entsprechend gefangen werden, wofür die Position zum Ball stimmen muss und auch der Aktionsknopf im richtigen Moment gedrückt werden will. Das kann man im Hauptmenü, das gleichzeitig als Trainingsarena dient, gegen Bots üben, um ein besseres Gefühl fürs Timing zu bekommen. Das erfordert selbst dort eine gewisse Eingewöhnungszeit, um es bei immer gleicher Wurfrichtung mehrfach hintereinander zu schaffen. Im Eifer des Gefechts im Spiel mit anderen ist es noch erheblich kniffliger. Neben normalen Bällen gibt es noch andere Varianten wie etwa den Moon Ball, der entsprechend einer anderen Gravitationsstärke unterworfen ist. Generell könnt ihr schnelle und aufgeladene Würfe ausführen oder selbige sogar antäuschen bzw. durch eine Drehung oder eine Art Salto variieren. Konkret könnt ihr Bälle so in einem hohen Bogen werfen oder ihnen einen Effet verpassen, sodass ihr eine Kurve werft, und gegebenenfalls hinter Objekten verschanzte Gegner sozusagen um die Ecke herum abwerfen. Zielen könnt ihr dabei nicht wirklich manuell. Abhängig von Blickrichtung und Entfernung zum Gegner wird das potenzielle Ziel automatisch anvisiert. Das ist auch deshalb sinnvoll und wichtig, da "Knockout City" von Beginn an Crossplay zwischen allen Plattformen (PC, Xbox, PlayStation und Switch) ermöglicht und PC-Nutzer selbst beim Zocken mit Maus und Tastatur keine unfairen Vorteile gegenüber den Konsolenspielern haben sollen. Vorteile gibt es in "Knockout City" indes generell nicht in Form von Skills oder besseren Gadgets. Im Charakter-Editor sind zwar laut den Machern bereits jetzt Hunderte von Items zur Individualisierung vorhanden, allerdings sind sie alle rein kosmetisch. Man kann sie durch eine spielinterne Währung auch so alle freischalten - Echtgeldalternativen wird es jedoch geben. Velan Studios' CEO Karthik Bala verspricht aber, dass es keinerlei Lootboxen oder Ähnliches geben wird. Neue Maps und Bälle, die nach dem Launch noch dazukommen sollen, seien zudem generell im Kaufpreis von knapp 20 US-Dollar enthalten.

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