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Den Satz betreffend Morddrohungen usw. kann ich als Gamer auch nur unterschreiben! Leider umfasst die Spezies «Gamer» heutzutage ein viel grösseres Spektrum an Menschen als noch vor 15 Jahren. Klar, dass auch hier immer mehr Psychos vertreten sind – arme Kinder, die sich (wegen einem Spiel!?) in Ehre verletzt und betrogen fühlen, dann derartigen Hass auf Entwickler schüren bis diese sogar mit Morddrohungen zu kämpfen haben… Solche Leute haben offensichtlich keine anderen Probleme im (oder gar kein) Leben und gehören für mich definitiv zur Sparte «Trolle» die es leider überall gibt, egal wo, wie und was... Wahre Gamer können auch Mal mit einer Enttäuschung Leben. ;-)

Klar, Sean Murray hatte einfach zu viel geplappert, was die Leute wie Schwämme aufsaugten… Murray hatte keine PR-Abteilung, die ihm beim Bewerben des Spiels Bremsen gezogen hätten.

Ja, auch ich war durchaus etwas enttäuscht bei Release, denn auch wenn man sich nicht vom Hypetrain mitreissen liess, fehlte da einfach zu viel – allem voran die Abwechslung der Planeten und derer Raumphysik in dieser scheinbaren, digitalen Unendlichkeit. Trotzdem hatte ich schon damals meinen Spass mit dem Spiel, da zumindest das Grundgerüst meinen Erwartungen gerecht wurde. Anbetracht der Grösse von Hello Games hatte ich auch nicht so viel erwartete wie andere Leute.

ABER, jetzt zum Hauptteil meines Kommentars (wollte ich schon lange irgendwo bei einem NMS-Bericht schreiben, war aber immer zu faul): was ist denn mit Sony? Ein Milliardenstudio macht einem Indie-Team enormen Druck damit das Ding auch frühzeitig auf den Konsolen erscheint, erzeugen einen riesen Hype sowie den hohen Verkaufspreis. Dafür wurde dann nicht nur vieles an Content wieder entfernt um die Optimierung der PS-Version zu realisieren, nein, das ganze Spiel wurde ausschliesslich für Gamepads und Konsole optimiert, was mich auch jetzt noch nach dem Next Update manchmal auf dem PC zur Weissglut treibt! Keine schlaue Belegung für Maus und Tastatur möglich, Menüs, Listen und das allgemeine Interface Controller-typisch umständlich und primitiv (lange Mausklicks, keine Shortcuts usw.). Eine ordentlich optimierte PC-Version wäre mehr als wünschenswert!

Sollte No Man’s Sky ursprünglich nicht als «kleines» PC-Indie-Game im Steam für ca. € 25.– veröffentlicht werden? Dann kam Sony nach dem ersten hübschen Trailer im Jahr 2013 (eigentlich war es ja ein Teaser basierend auf dem Idealvorstellungen des Entwicklers) und Murray liess sich von denen «kaufen». Meiner Meinung nach ist hauptsächlich Sony für das ganze Fiasko verantwortlich! Das wird leider überall verdrängt, die ganze Wut und der Fokus lag auf Hello Games. Vielen ist nicht bewusst, was Sony hier abgezogen hat. Schnell das grosse Geld herausziehen, danach den Rücken kehren und alle Anschuldigungen abstreiten. Dass Hello Games hier ein anderes Ziel verfolgt und ihnen etwas an ihrem Spiel liegt, haben sie mit den gratis Updates bewiesen – klar ist das auch um den Ruf des Studios wiederherzustellen – aber schlussendlich hat Sean Murray die Liebe zu seinem Projekt (was technisch von Anfang an absolut beachtlich war) nicht aufgegeben was mich auch positiv überrascht hat als nach langem Schweigen plötzlich ein Update kam… Mittlerweile ist NMS ein solides Spiel mit Fokus auf Entdeckung, Survival und Farming in einem etwas spannenderem Universum als zuvor. Wem jedoch das Ressourcen-Grinding nicht zusagt und wer eine Actionreiche Story erwartet, sollte sowieso die Finger von diesem Spiel lassen.

Dachte wenn ich Mal einen Kommentar schreibe, dann sehr ausführlich und lange :D Vielen Dank fürs Lesen falls du durchgehalten hast! (ein wahrer Gamer hält das aus).

03. Aug 2018 / 16:34 Karl Huber [Gast 27]

"Falkenbrew mit Devader" (n) vergessen

27. Apr 2018 / 10:35 starfishpool [Gast 31]

Nicht zu vergessen, Falkebrew mit Devader, super Arcade Game.

27. Apr 2018 / 10:33 starfishpool [Gast 31]

Fand den Film sehr gut aber das epische das im Buch beschrieben wird fehlt im Film. Aus dem Buch hätte man ne Serie machen sollen

13. Apr 2018 / 08:54 Toralora [Gast 48]

@gast46 das Problem mit Phantom Pain haben viele. Das liegt zum einen wohl daran das Kojima immer wieder Steine in den Weg gestellt wurden und er sich nicht wirklich Zeit nehmen durfte. Zuletzt muss ja auch gesagt sein das Phantom Pain gar nicht fertiggestellt wurde sondern hastig ein Ende hingewurstet weil Konami nicht mehr Zeit gab. Aber eine richtige Fortsetzung wird es eh nicht mehr geben weil Konami sich aus den AAA Game Segment zurückzieht das hat der Artikelschreiber wohl verdrängt.

03. Apr 2018 / 08:40 Toralora [Gast 49]

Ein Entwicklerwechsel kann wirklich viel gutes bringen, man denke nur an Tomb Raider: Core Design hat ihre eigene Reihe mit ihrer Arroganz gegen die Wand gefahren, worauf Crystal Dynamics die Serie zunächst zu altem Glanz und dann mit dem Reboot zu neuen Höhen führte. Auch Zelda ist ein hervorragendes Beispiel: als Eiji Anouma die Leitung übernahm, war die Skepsis gross, ob er die Traditionsreihe würdig fortsetzen könnte. Nach mehreren sehr erfolgreichen Serienteilen hat sich das Thema erledigt.

Und wenn man mal ehrlich ist, war Metal Gear Solid 5 auch nicht der Überflieger, als den das Spiel teilweise gefeiert wird. Das grundsätzliche Gameplaygerüst war sehr gut, aber vieles was Metal Gear Solid auszeichnet, war vergleichsweise schwach: die Story war dünn, die Gegenspieler und ihre Motivation fad, die Bosskämpfe waren selten und zu allem Elend noch ideenlos umgesetzt. Von dem her gibt es für ein Nach-Koojima-Metal Gear Solid also durchaus Spielraum, die Serie wieder zu verbesssern. Ein kompletter Reboot wäre dabei wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee, denn so könnten die Entwickler ihr eigenes Ding machen, ohne die Vision eines anderen forttsetzen zu müssen, was immer schwierig ist.

30. Mär 2018 / 09:05 Loris 77