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Die GAMES.CH Kolumne #02-2017

Hey, Nintendo, gib's zu: Die Switch ist die perfekte Indie-Konsole!

Kolumne Michael

In den kommenden Jahren stehen einige fantastische Games für die Nintendo Switch an. Aber dennoch wirkt's als kämen kaum neue Videospiele für den dicken Taschenspieler. Dabei müsste Nintendo nur die Indie-Entwickler umgarnen und ihre Videospiele gross rausbringen. Denn die Switch ist die perfekte Plattform für kleine Games und kreative Experimente.

Die E3 ist schon etwas her. Dennoch beschäftigt sie mich immer noch. Wiedermal war sie gross, laut und in vielen Punkten durchaus spektakulär. Nicht ganz so wie die E3 2016. Aber immerhin: „Anthem“, „Assassin‘s Creed: Origins“, „The Evil Within 2“, „Wolfenstein: The New Colossus“, „Monster Hunter: World“, „Star Wars: Battlefront 2“ , „Metro Exodus“, „Far Cry 5“ und, ich musste mir echt eine Träne verdrücken, „Beyond Good & Evil 2“. Nur mal so als kleinen Querschnitt. Ein Spielaufgebot, das einen trifft, wie die Bratpfanne ins Gesicht. Natürlich kommt davon recht wenig für die Nintendo Switch. Das ist weder überraschend oder ein Skandal. Denn wer die Nintendo Switch bewusst gekauft hat, der sollte schon wissen, dass sie in Sachen Rechenkraft nicht mit der Playstation 4 und Xbox One – und schon gar nicht der Playstation 4 Pro oder Xbox One X – mithalten kann. Games vom Kaliber eines „Metro Exodus“ oder „Anthem“, die laufen da halt nicht. Kein Ding!

Screenshot

Mein Problem ist ein ganz anderes. Welches? Nintendo mag mir nicht das Gefühl geben, auf der Switch mindestens genauso gut um- und versorgt zu werden wie auf der Playstation 4 oder Xbox One. Natürlich haben die Japaner beim Nintendo Spotlight auf charmanteste Weise das neue „Yoshi“ und „Kirby“ präsentiert und erneut furchtbar Lust auf „Super Mario Odyssey“ gemacht. Für „Metroid Prime 4“ gab's zudem immerhin ein Logo. Grossartig. Bin ich total heiss drauf. Aber dennoch: Ich bin auch ernüchtert. Nicht dass ich mir Sorgen um die Qualität der Videospiele machen würde. Nein, dafür gibt’s nicht den geringsten Anlass. Vielmehr scheint es, als würden zwar gute Games für die Switch erscheinen – aber nur furchtbar selten. Und das obwohl Nintendo sein – nicht gerade total günstiges – Stück Hardware doch als spassige Spielemaschine inszeniert. Das schlimmste: Es ist ein Problem, das sich recht einfach lösen liesse. Denn eigentlich mangelt's weder an verfügbaren und noch weniger an potentiellen Games für die Switch.

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