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La-Mulana 1 & 2 - Test / Review

Verborgener Schatz oder listige Falle?

Test Video Joel Kogler getestet auf PlayStation 4

Ursprünglich wurde "La-Mulana" als Liebesbrief an die MSX-Ära der PC-Spiele von GR3 Project entwickelt. Im Jahr 2005 noch nur in Japan für PC erhältlich, fand es genügend Fans, um von Grund auf neu entwickelt und ausgebaut zu werden. Unter dem neuen Entwickler Nigoro erschien "La-Mulana" schliesslich 2012 weltweit im digitalen Angebot der Wii. Mit der Portierung auf andere Plattformen wuchs die kleine, aber leidenschaftliche Fangemeinde weiter, bis 2014 über Kickstarter ein offizieller Nachfolger finanziert wurde. "La-Mulana 2" erschien 2018 für PC und die japanische Nintendo Switch. Jetzt werden beide Teile des obskuren Indie-Titels zusammen auf allen gängigen Plattformen veröffentlicht.

Unnachgiebige Tiefen

Nachdem Protagonist Lemeza einen Brief von seinem Vater erhält, macht er sich auf, in den Fussstapfen von selbigem die Ruinen von La-Mulana zu erkunden. Dieser mystische Ort voller Fallen und Monster soll die Geburtsstätte aller Zivilisationen sein und gar das Geheimnis des Lebens selbst bereithalten. Im kleinen Zeltlager vor den Ruinen angekommen, trefft ihr den schrulligen Ältesten, der euch anbietet, euch per E-Mail-Newsletter Tipps und Tricks zu den Ruinen zu geben. Eine wirkliche Richtung gibt euch das Spiel aber nicht vor, ein Tutorial gibt es nicht. Es liegt also an euch, die Steuerung herauszufinden und die Welt zu erkunden. Findet ihr beispielsweise früh heraus, dass sich goldene Blöcke mit einigen Peitschenhieben zerstören lassen, könnt ihr schon an der Oberfläche genügend Geld sammeln, um einige wichtige Gegenstände zu erstehen. Ohne den Handscanner ist es beispielsweise nicht möglich, mit den Überresten anderer Abenteurer oder Steinplatten zu interagieren. Ohne Übersetzungsprogramm könnt ihr wiederum letztere nicht verstehen. Beides gibt euch entscheidende Hinweise in fast jedem Raum der Ruinen und hilft euch, die Rätsel und Fallen ein bisschen besser zu verstehen. Wer ohne Ausrüstung die Geheimnisse von La-Mulana aufdecken will, wird schnell ein grausames Ende finden. Hier zeigt sich vielleicht das Retrodesign von "La-Mulana" am besten, denn speichern könnt ihr nur an sehr seltenen Steinen. Sterbt ihr, so müsst ihr euren letzten Speicherstand laden. Das Speichersystem gepaart mit der Tatsache, dass ihr in den Tiefen von La-Mulana fast nie die Möglichkeit habt, Gesundheit wiederherzustellen, bedeutet, dass ihr sehr oft zwischen Oberfläche und Ruine hin und her reist.

Screenshot

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