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Layton’s Mystery Journey: Katrielle and the Millionaire Conspiracy - Test

Die freundliche Detektivin aus der Nachbarschaft

Test Video JoelK getestet auf Nintendo 3DS

Die Rätselspiele rund um den britischen Professor Layton auf dem Nintendo DS fanden schnell eine grosse Fangemeinde. Spieler jeden Alters konnten dem Professor helfen diverse Rätsel zu lösen und einen spannenden Fall aufzudecken. Nach einer mehrjährigen Pause kommt jetzt mit „Layton’s Mystery Journey“ der neuste Ableger der Reihe auch auf den 3DS.

In vielerlei Hinsicht ist „Layton’s Mystery Journey“ ein Neuanfang. Wir schlüpfen in die Haut von Laytons Tochter Katrielle, die soeben ein Detektivbüro im Herzen Londons eröffnet hat. Begleitet von ihrem naiven Assistenten und ihrem ersten Klienten, einem sprechenden Hund löst sie insgesamt 12 für sich alleine stehende Fälle. Bevor ihr überhaupt zu spielen beginnt, zeigt euch das Spiel, was hätte sein können. Katrielle beschwert sich nämlich, dass ihre Fälle alle zu alltäglich seien. Tatsächlich kommt die Geschichte nur sehr schleppend voran, da die einzelnen Fälle oft entweder uninteressant oder viel zu vorhersehbar sind. So lösen wir zu Beginn etwa das Rätsel um einen verlorenen Uhrzeiger am Big Ben. Doch eine halbherzige Story wäre verziehen, wenn denn die Rätsel Spass machen, darin liegt immerhin der Fokus des Spiels.

Screenshot

Leider ist auch das eine Tradition, die mit Professor Layton auf die Reise ging. Die Fälle sind komplett linear und erfordern absolut keine Aufmerksamkeit. Oft treffen wir pro Fall nur auf ein bis zwei obligatorische Rätsel, die in keiner Weise etwas mit der Geschichte zu tun haben. Zwar sammeln wir Hinweise für unseren Fall, in dem wir mit diversen Personen sprechen, aber sobald wir etwas Nützliches finden, wird dies in unser Notizbuch eingetragen. So wissen wir immer ganz genau, was für die Lösung relevant ist und was nicht. Zusätzlich dürfen wir, wenn wir alle Hinweise beisammenhaben, die Lösung nicht einmal selber herausfinden. Stattdessen löst Katrielle den Fall in einer Zwischensequenz ganz von selbst. Das führt dazu, dass unsere Beteiligung am Lösen des Falls kaum vorhanden ist. Wir klicken uns einfach von einem langen Dialog zum nächsten, bis der Fall sich selber löst. „Layton’s Mystery Journey“ wird eher zu einem Bilderbuch, anstatt einem Spiel.

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