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Microsoft Lumia 950 XL - Test

Flaggschiff oder Flop?

Hardware: Test Beat Küttel

Im Kampf um den Smartphone-Thron wird mit harten Bandagen gekämpft. Allerdings steht Microsoft mit seinem mobilen Windows-Betriebssystem zumindest was die Marktanteile angeht ziemlich abseits. Egal was die Redmonder auch versuchen, iOS und Android dominieren die Smartphone-Welt. Dennoch gibt man bei Microsoft natürlich nicht so schnell auf und versucht weiterhin, die Kunden vom eigenen Konzept zu überzeugen. Wir konnten mit dem 950 XL das aktuelle Lumia-Flaggschiff testen, und verraten euch, ob uns die Kombination aus Windows 10 Mobile, 5.7-Zoll-Screen und der verbauten Hardware überzeugt hat, und was Microsoft sonst noch für Tricks im Ärmel hat.

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Aller Anfang ist schwer. Das gilt auch beim Umstieg von einem mobilen Betriebssystem aufs andere. Nachdem bei uns jahrelang meist iOS (und zwischendurch auch mal Android) im Einsatz stand, waren die ersten Gehversuche mit Windows 10 Mobile etwas holprig. Doch bevor wir auf unsere Erfahrungen eingehen zuerst noch etwas zur Hardware, schliesslich will man ja wissen, wofür man sein Geld ausgibt. Wer darüber schon im Detail Bescheid weiss, kann den folgenden Absatz also gerne überspringen.

Hardware: Die inneren Werte

Was die Tech-Gemeinde natürlich immer besonders interessiert, sind Angaben zum Arbeitsspeicher und dem verwendeten Hauptprozessor. Hier schlägt sich Microsoft durchaus respektabel, setzt sich aber nicht unbedingt an die absolute Spitze, wenn man Benchmarks mit der Konkurrenz vergleicht. 3 Gigabyte Arbeitsspeicher und der Snapdragon 810 Chip reichen allerdings für so ziemlich jede Aufgabe und auch für Multi-Tasking aus, während der 8-Kern-Prozessor mit je 4 Kernen, die mit 1.5 GHz und 2 GHz getaktet sind, daherkommt. Auch hier also absolut alltagstauglich, wenn auch nicht neue Massstäbe setzend. Doch während diese Komponenten im Inneren schlummern, fällt etwas anderes natürlich auf den ersten Blick auf: Der Screen. Mit 5.7 Zoll ist dieser sehr gross und kratzt wie so viele andere derzeitige Phablets and der Grenze dessen, was man noch so in der Hosentasche verstauen kann. Natürlich ist aber (wie so oft im Leben) nicht alleine die Grösse entscheidend, doch auch auch hinsichtlich der Technik muss sich das Lumia 950 XL hier keine Blösse geben. Es ist hier nämlich ein AMOLED-Display verbaut, welches mit einer stolzen 2560x1440-Auflösung daherkommt. Mit anderen Worten: Auch für ein Smartphone dieser Grösse bietet das verbaute Display ein glasklares, kräftiges Bild. Doch ein grosser Screen mit hoher Auflösung fordert natürlich eine andere Komponente stark, nämlich den Akku. Um diesem Problem entgegenzuwirken, hat Microsoft dem 950 XL einen (übrigens auswechselbaren) Akku mit 3340 mAh spendiert. Viele Benutzer beklagten sich aber nach dem Start bereits über sich unerklärlich schnell leerende Akkus. Wir konnten dieses Problem zwar nicht nachvollziehen, was auch an Patches und Updats von Seiten Microsoft liegen mag, hatten andererseits aber auch den Eindruck, dass die Batterie-Leistung eben durch den grossen, scharfen Bildschrim durchaus in Mitleidenschaft gezogen wird. Dennoch kamen wir bei normaler Nutzung (surfen, navigieren, zocken, fotografieren, Musik hören) gut durch den Tag. Wer allerdings zum Beispiel sehr ausgiebig aufwändige Spiele zockt oder länger hochauflösende Videos streamt, dem kann durchaus auch schon einmal im Lauf des Tages der Saft ausgehen. Wohl dem, der ein Ladegerät oder einen Ersatz-Akku dabei hat.

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Ebenfalls für viele nicht unwichtig ist die Kamera. Hier hat sich die Lumia-Reihe bereits in der Vergangenheit einen guten Namen gemacht. Auch im 950 XL vermag die eindrucksvolle 20-Megapixel-Auflösung der Kamera zu überzeugen. Zahlen sind zwar auch hier natürlich nicht alles, aber so eine eindrückliche Auflösung schadet natürlich auch nichts. Glücklicherweise bietet die Kamera auch sonst (für ein Smartphone) hochwertige Komponenten, so dass sich etwa Bilder in lichtarmen Situationen im Vergleich mit der Konkurrenz absolut nicht verstecken müssen. Scharf stellen und auslösen funktioniert ebenfalls fix, und an die für Apple-User anfangs etwas ungewohnte Benutzeroberfläche hat man sich auch schnell gewöhnt. In Sachen Innereien des Weiteren ebenfalls erwähnenswert sind die 32 GB verbauter Speicher, was zwar nicht sonderlich viel ist, aber per microSD-Speicherkarte aufgestockt werden kann.

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