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Madden NFL 17 - Test

Der bis dato schönste Touchdown

Test Video Stefan Tschumi getestet auf Xbox One

Play offense, play defense, play everywhere

Wer kennt es nicht. Entweder man spielt gerne in der Offensive oder dann eben in der Defensive. Beides zu spielen war doch bis dato immer ein wenig mühsam. Denn das eine lag einem einfach besser. Dies hat auch EA erkannt und deshalb das Offensiv- sowie das Defensivspiel komplett überarbeitet. Für die Offensive bedeutet dies, dass nun alle NFL-Spielertypen über Special Moves verfügen. Zumindest wenn sie im Ballbesitz sind. Das Schöne daran ist, dass je nach Position die ein Spieler innehat, verschiedene Special Moves unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Kleine Running Backs sowie Halfbacks sind wendiger, beherrschen Jukes und Spins besser und werden dadurch zu echten Schlüsselspielern für das Laufspiel. Grosse und kräftige Spieler haben den besseren Stiff-Arm und vermögen sich gegen körperlich unterlegene Spieler physisch in Szene zu setzen.

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Wer diese Moves bereits in den älteren Versionen eingesetzt hat, kommt auch bei “Madden 17“ schnell damit zu recht. Wer neu ist in der Madden-Welt, der erhält vom Computer die nötigen Tipps und kann so das Handwerk des digitalen American Footballs erlernen.

EA Sports hat zudem das Kicking-System verändert. Damit wollen die Entwickler den veränderten Ansprüchen der NFL gerecht werden. Ob dies nun gut oder schlecht ist sei dahingestellt. Das Ei tritt man weiterhin souverän zwischen die Pfosten. Ausser die Spieler, welche gerne fettige Chips knabbern während sie Madden zocken. Diese Mampfhamster rutschen nämlich gerne mal mit dem Finger ab dem Stick ab und hauen den Football neben das Ziel.

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Aber was macht man denn nun als Defensivspiele? Ganz einfach, man nützt das neue Laufspiel und das so genannte Gap-Play aus. Soll heissen, die KI gesteuerten Kollegen in der Defensive errechnen anhand der realen NFL Taktiken, wohin der Spielzug des Gegners führen wird. Um mich hier nicht in den Details zu verlieren möchte ich es kurz machen und das neue Defensivsystem folgendermassen umschreiben: BOOM! Aber Vorsicht, das Timing ist entscheidend. Erwischt man nicht den richtigen Zeitpunkt, dann laufen einem die gegnerischen Offensivspieler einfach um die Ohren. Wenn dann gar alles schief läuft, steht diesen gar das ganze Backfield offen und sie können gemütlich in die Touchdown-Zone marschieren.

Auch die Calls auf dem Feld wurden leicht verändert. Aber wenn ich so in meinen Freundeskreis schaue, der doch einige NFL-Fans und Madden-Spieler zählt, dürfte dies nicht auf allzu grosse Resonanz stossen. Denn ausser mir setzt kaum jemand Audibles ein und ändert vor dem Snap mal noch einen Spielzug.

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