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Alita: Battle Angel - Kino-Special

Motorball und Maschinenliebe

Artikel Video Ulrich Wimmeroth

Der Erfolg von Manga-Realverfilmungen an den Kinokassen ist bislang eher überschaubar, schafft es der Erfolgsproduzent James Cameron mit einem Mega-Budget, etabliertem Regisseur und gleich drei Oscar-prämierten Schauspielern einen Blockbuster zu landen? Wir verraten euch, ob „Alita: Battle Angel“ mehr als ein seelenloses CGI-Spektakel ist.

Bereits 2003 hat James Cameron die Verfilmung des Erfolgsmangas „Battle Angel Alita“ von Yukito Kishiro angekündigt. Aber wie das eben bei so schwer beschäftigten Filmemachern läuft, hat sich der Produktionsbeginn mal eben 15 Jahre verzögert. Eigentlich verständlich: immerhin hat sich Cameron, der mit dem Liebesdrama „Titanic“ nicht nur Millionen Menschen zu Tränen gerührt, sondern auch Milliarden Dollar umgesetzt hat, völlig auf Dokumentationen und sein Mammut-Projekt „Avatar“ konzentriert. Gleich vier Fortsetzungen der Abenteuer mit den blauen Katzenwesen sollen bis 2025 in die Kinos kommen, das füllt den Terminkalender schon ordentlich aus. Ganz in Vergessenheit geraten ist Alita aber dann glücklicherweise doch nicht und das Cyberpunk-Spektakel hat unter der Regie von Robert Rodriguez („From Dusk Till Dawn“, „Sin City“, „Machete“) endlich Gestalt angenommen.

Schöne neue Welt

Screenshot

Wenn ihr den siebenbändigen Manga „Battle Angel Alita“, auf dessen ersten vier Teilen die Handlung des Films basiert, nicht kennen solltet, hier ein spoilerfreier Storyabriss: Im 23. Jahrhundert tobte auf der Welt ein verheerender Krieg, der als „The Fall” in die Historie einging und die Zivilisation weitgehend ausgelöscht hat. 300 Jahre später scheint es nur noch Iron City zu geben, ein Schmelztiegel der Überlebenden aus normalen Einwohnern und kybernetisch verbesserten Menschen. Die letzte Siedlung ist umgeben von den Badlands, in denen tödliche Gefahren lauern und im Himmel schwebt Zalem, eine fliegende Stadt, in der die Eliten leben. Die Menschen in Iron City knechten für den täglichen Bedarf der Zalem-Einwohner und träumen von einem Umzug aus dem Ghetto in das vermeintliche Paradies. Ein Traum der nur für ganz wenige in Erfüllung geht.

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