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Need for Speed: Most Wanted

Criterions Antwort auf GTA 5

Test Benjamin Kratsch getestet auf PC

"Need for Speed: Most Wanted" rauscht in den Test und wir schauen, was der neue Flitzer unter der Haube hat. Nachdem die Serie in den letzten Jahren immer mehr ins Schlingern geriet, sollen nun die "Burnout"-Virtuosen ein paar Schrauben nachziehen. Realismus, Story, Videoschnipsel? Raus damit. Criterion trennt sich vom Ballast und hat ein atemberaubend schnelles Rennspiel geschaffen, das sich aufs Wesentliche konzentriert, aber Tuning-Fans vor den Kopf stösst. „Need for Speed: Most Wanted“ im Mega-Test!?

v.  Benjamin Kratsch
Screenshot
Fairhaven nach Sonnenuntergang: Die Stadt der illegalen Strassenrennen schläft, doch der Asphalt bebt. Blinkende Lichtschleier rauschen durch die Nacht; ins Dröhnen des Motors mischt sich der Klang heulender  Sirenen. Wir latschen das Gaspedal durch, suchen nach einem Fluchtweg, doch eine Kolonie Polizeiautos versperrt uns den Weg. Alle Pfade sind dicht, Umkehr ausgeschlossen. Augen zu und durch! Das Drehmoment kitzelt hörbar an der Grenze eines Motorschadens. Unser Auspuff spuckt blaugelbe Flammen. Wir scheinen zu fliegen, beinahe unaufhaltsam, und dann kommt der Aufprall. Ein Gewitter aus Blech- und Glasscherben donnert herab, während wir wie ein Pfeil über den Asphalt schiessen. Was für ein Gefühl, was für ein Triumph . "Need for Speed: Most Wanted" hat seine Seele wieder.

Abenteuerspielplatz für Benzin-Junkies
Screenshot Tatsächlich macht es einen Mordsspass, einfach nur so durch die Stadt zu cruisen. Fairhaven ist ein offener Abenteuerspielplatz für Benzinjunkies und Bleifüsse, in dem die Polizei nichts zu sagen hat und die Most Wanted ihr Unwesen treiben. Diese zehn Fahrer müssen wir schlagen und uns so an die Spitze der Rangliste kämpfen.

Wir können aber auch einfach unsere eigenen Runden drehen und Fairhaven erkunden. Die Stadt ist vollgespickt mit Rampen und Sprungschanzen, Abkürzungen und Untergrundtunnels - ein echter Vorteil in den gnadenlosen Rennen. Ausserdem brettern wir durch Reklametafeln und Radarfallen, wodurch wir Speed Points erhalten. Die brauchen wir nämlich, um jeweils einen Most Wanted-Recken heraus zu fordern. Auch für Verfolgungsjagden, coole Brems- und Driftmanöver und waghalsige Sprünge kassieren wir Zähler. Criterion plustert das Spiel nicht mit pseudocoolen Graffitikunstwerken auf, sondern konzentriert sich aufs Fahren. Und das ist gut

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