Games.ch

NHL 16 - Test

Von Maskottchen und Playoff-Bärten

Test Stefan Tschumi getestet auf Xbox One

Neue Bewegungen braucht die NHL

Screenshot

Wenigstens wurde etwas am Gameplay gemacht. Bei den heissen Kämpfen auf dem Eis profitiert man von dem neuen Precision Skating, das vor allem in der Defensive spürbar wird. Früher war es oft so, dass man gerade beim Rückwärtslaufen am Gegner vorbei schlieferte und dieser dann alleine aufs Tor ziehen konnte. Dank dem neuen Precision Skating laufen die Verteidiger jetzt akkurater, was einem als Spieler ein besseres Timing ermöglicht. Dadurch wird das Defensivspiel verbessert und die Gegner haben es nicht mehr gar so einfach, Tore zu erzielen. Wobei dies wiederum mit Vorsicht zu geniessen ist. Denn die wirklichen Eiscracks kennen natürlich den Trick – dieser ist seit "NHL 13" der Gleiche: Über die blaue Linie laufen, rechts oder links raus ziehen, Slapshot, Boom, Tor.

Dies funktioniert leider immer noch all zu oft, auch auf den hohen Schwierigkeitsgraden. Hat man also Spieler in den eigenen Reihen, die einen richtigen Slapshot-Hammer auspacken können, hat man gute Chancen, das Eis als Sieger zu verlassen. Aber Halt! Einen echten Hammer hat ja fast jeder NHL Spieler. In dem Sinne: Möge das Schützenfest beginnen! Und für alle, die neu sind bei NHL, bietet EA Sports eine Coach-Unterstützung, die im Spiel jeweils anzeigt, welche Tasten wann gedrückt werden sollten. Für Anfänger schön, ansonsten braucht dies keiner.

Screenshot

Zum oben erwähnten Schützenfest trägt auch die neue nahtlose Puck-Annahme bei. Die Spieler können die Scheibe jetzt schneller unter Kontrolle bringen. Dadurch wird das Spiel um einen Ticken flüssiger und natürlich auch schneller.

Dennoch ist es erstaunlich, dass so viele Tore fallen. Denn an den Torhütern wurde wiederum rumgeschraubt. Zumindest was die Bewegungen und das Stellungsspiel angeht. Zusammen mit Eddie Lack, ehemaliger Torhüter der Vancouver Canucks und jetzt in Diensten der Carolina Hurricanes, wurden die Bewegungen mittels Motion-Capturing aufgezeichnet und ins Spiel implementiert.

Screenshot

An dieser Stelle muss festgehalten werden, dass in "NHL 16" teils Tore erzielt werden, die rein physikalisch gar nicht möglich sind. Dies ist vor allem bei Backhandabschlüssen zu sehen. Nicht etwa, wenn der Spieler alleine auf den Torhüter fährt. Aber wenn er neben dem Tor steht und ein Pass auf die Backhandseite folgt, wird die Scheibe total unrealistisch abgelenkt. Und auch die Stärke, mit der der Puck dann aufs Tor kommt, ist fernab der Realität. Besonders ärgerlich dabei ist, dass genau die Spielzüge mit den Querpässen zu vielen Toren führen. Forehand verstehe ich das. Backhand aber entspricht dies einfach nicht der Realität. Zumindest nicht so wie in "NHL 16" dargestellt.

Kommentare