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Pistol Whip (VR) - Test / Review

Auf die Plätze, fertig, Schuss

Test Video Simon Gröflin getestet auf PC

Mit "Pistol Whip" von Cloudhead Games erwartet euch ein actiongeladener Rhythmus-Shooter, der euch so einiges an flinken Bewegungen abverlangt. In dem linearen Arcade-Ballerspiel geniesst ihr aber die volle Bewegungsfreiheit. Der Einfluss von Lichtschwertorgien wie "Beat Saber" ist unverkennbar, aber gleichzeitig hat man das Gefühl, Szenen aus Filmen wie "Matrix" oder "John Wick" nachzustellen. Die Entwickler selber beschreiben den Beat-Shooter als eine Mischung aus klassischen Arcade-Shootern wie "Time Crisis" oder "Virtua Cop", VR-Neueinflüssen aus "Superhot" und eben jenem Jedi-Ritter-Spiel namens "Beat Saber".

Dabei ist euer korrektes Timing gefragt. Schnell ausweichen, ducken, schiessen und Nahkämpfe mit den Fäusten lassen euer Adrenalin sprudeln. Ein gutes Auto-Aim-System erleichtert das schnelle Anvisieren, während pulsierende rote Kreise auf die herannahenden Geschosse aufmerksam machen. Konfrontiert werdet ihr von etwa drei verschiedenen Gegnertypen. Da "Pistol Whip" ein Shooter ist, empfehlen die Entwickler, zu Beginn stärker auf die Schiess-Action als auf rhythmische Bewegungen zu fokussieren. Einige der Rivalen benötigen zudem mehr als einen Schuss. Nicht nur eure Offensive ist gefragt, sondern auch ein sehr schnelles Reaktionsvermögen. So solltet ihr zwecks Revitalisierung oder Stärkung eurer Abwehrkräfte alles daransetzen, mit viel Zielwasser auf die Schildsymbole zu feuern.

Einmal John Wick sein

Den Einstieg erleichtert euch ein kurzer Trainingsmodus, damit ihr in wenigen Minuten startbereit seid. Es stehen rund zehn Shooting-Missionen zur Wahl. Was euch bei Laune hält, ist die Möglichkeit, nach Abschluss eines Levels eure Schusseisen zu modifizieren. Verschiedene Kugelstärken wie dumpfere oder knalligere Wummengeräusche zum freien Ausprobieren bereiten da eine Menge Spass. Die Action ist sehr fordernd. Ihr müsst alles geben und schnell ausweichen. Und am Schluss winken Punkte. Aber genau das ist es, was "Pistol Whip" so gut macht: einfach Headset aufsetzen und in die Haut eines virtuellen Cyber-Action-Stars schlüpfen, ohne dass ihr gleich von zig Spielmodi und Abwehrtrainings überhäuft werdet.

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Die Grafik des schnellen Sci-Fi-Shooters aus den Händen der kanadischen Spieleschmiede ist gewollt schlicht gehalten. Die 3D-Modelle der polygonalen Gegner zerbersten in mehrere Splitter und lassen sich bei direkter Konfrontation aus nächster Nähe zerprügeln. Optisch in Trance versetzen einen die farblich schillernden Umgebungen, während euch Widersacher im Rhythmus-Schwall attackieren. Die Missionskorridore scheinen sich im ersten Moment zu ähneln, wechseln aber von Stage zu Stage ihren Einzäunungsgrad oder brückenartigen Charakter, wenn es ums schnelle Ausweichen geht.

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Der Launch-Soundtrack besteht aus zehn lizenzierten Songs der Band "Kannibalen Records". Laut den Machern wird es noch verschiedene Musik-Updates geben, darunter sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige DLC-Musik. Des Weiteren ist die Rede von neuen Levels, Modi und Anpassungsoptionen.

Fazit

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"Pistol Whip" macht gleich von Beginn an Laune, und das in voller 360-Grad-Bewegungsfreiheit. Rhythmische Ausweichmanöver und eine grosse Auswahl an Levels sind nicht nur Gelegenheitskost für Einstiegs-VR-Spieler, sondern garantieren auch notorischen Vielspielern, die ohne Gurkensalat-Diät etwas Gewicht verlieren wollen, langanhaltende Action. "Pistol Whip" ist für Oculus Quest und Oculus Rift als auch für Steam und Viveport verfügbar. Der Preis im Oculus Store belief sich zum Zeitpunkt des Tests auf 24,90 US-Dollar. Wir hatten eine Testversion auf Steam zur Verfügung und haben die Vorabversion mit der Valve Index getestet. Spielbar ist der Titel aber auch mit Windows Mixed Reality und HTC Vive.

Eine PSVR-Version soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

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