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Planet Coaster - Test

Der Traum jedes Achterbahnfans

Test Video Alain Jollat getestet auf PC

Der eigene Freizeitpark. Die eigene Achterbahn. Die wohlige Panik, das befreiende Schreien, der rasende Puls und dieses Hochgefühl, wenn der Wagen nach einer turbulenten Fahrt kurz vor der Station abgebremst wird und einem mit einem mehr oder weniger starken Ruck zurück in die Realität reisst. Freizeitpark- und Achterbahnsimulationen waren schon immer ein Spassgarant. Zugegeben, Ausnahmen bestätigen die Regel - nach “Theme Park” in den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts und dem grandiosen “Rollercoaster Tycoon” kurz vor dem neuen Jahrtausend schickt sich nun “Planet Coaster” an, die Herzen der PC-Gamer und Achterbahnfans zu erobern. Und ja, nehmen wir es vornweg: Es ist ihnen gelungen.

Mitten ins Herz

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Wir Redakteure von GAMES.CH sind angehalten, die Subjektivität möglichst aufs Nötigste zu beschränken. Und bis anhin ist mir dies auch ganz gut gelungen - meistens. Doch “Planet Coaster” spricht in mir und meinem Gamer-Herzen so viel Nostalgie an, so viele Erinnerungen, dass dies wahrlich zu einem schwierigen Unterfangen wird. Mit “Theme Park” wurde ich im zarten Alter von etwa zwölf Jahren zum Parkbauer, der den Gästen versalzene Fritten verkauft hat, damit sie beim Getränkestand nebenan Geld liegen lassen. Mit dem grossartigen “Rollercoaster Tycoon”, seiner knuffigen isometrischen Ansicht und der detailverliebten Präsentation habe ich das erste Mal zwölf Stunden durchgezockt, ohne es zu merken. Mit meiner Objektivität mag es also vielleicht etwas weiter her sein als sonst. Andererseits: Meine Erwartungen an “Planet Coaster” sind die eines waschechten Genre-Liebhabers. Dies einfach als kleiner Hinweis vorweg.

Mit Geld um sich schmeissen

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Wer sich seinen eigenen Traumpark bauen möchte, der stösst schnell an die Grenzen seines Budgets. Daher hat man früher Cheat-Codes verwendet, um seinen Geldvorrat aufzustocken. Heutzutage ist dies glücklicherweise nicht mehr nötig. Zum guten Ton einer Freizeitparksimulation gehört ein Sandkasten-Modus, wo man seinen Vorstellungen freien Raum lassen kann, ohne jegliche Hindernisse. Dabei stehen einem fünf verschiedene Umgebungen zur Verfügung, von Wüste bis zum eher klassischen Laubwald.

Was dann folgt, muss jeder für sich selber festlegen. Vor einem öffnet sich sozusagen eine weisse Leinwand, die mit Achterbahnen gefüllt werden will. Natürlich ist der Einstieg beim Setzen der Wege und des Bauens der Achterbahnen ein wenig komplizierter als zur guten alten Zeit der isometrischen Ansicht, aber die Entwickler haben sich schon ein paar clevere Gedanken zur Bedienung gemacht. Prinzipiell kann jeder Weg kreuz und quer angelegt werden. Es gibt keine Verschränkungen auf rechte Winkel, es können Bögen nach belieben gemacht werden, man kann die Wege an bestehenden Objekten ausrichten oder - und das ist dann genau das, was mir zusagt - die Wege lassen sich in einem Winkelraster auslegen, also beispielsweise in einem 45° oder 90°-Winkel.

Die Wege können wie gewohnt mit einer Vielzahl von Objekten gesäumt oder zugestellt werden. Mit Bänken für die erschöpften Parkbesucher beispielsweise. Oder mit Lampen und Abfalleimern. Und natürlich können auch Attraktionen gebaut werden.

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