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Sonic Forces & Sonic Mania - Vorschau

Ganz schön Retro

Vorschau Video Ulrich Wimmeroth

Old School oder lieber ganz modern, was darf es denn sein? Wir haben in der SEGA-Zentrale in London den neuen Serienableger "Sonic Forces" und das Retro-Fanprojekt "Sonic Mania" angespielt. Kurzfazit: Als Fan des rasenden Igels und seiner tierischen Kumpels, sollte man sich beide Titel ganz genau anschauen.

Es kracht, es zischt, brennende Trümmer fallen vom Himmel, Raketen schlagen in Häuserfronten ein und eine gandenlose Roboterarmee marschiert durch die Strassen. Nein, die Rede ist nicht von den Materialschlachten im neuen Transformers-Film, sondern vom Szenario des Ende des Jahres erscheinenden "Sonic Forces". "Es ist eine echte Apocalypse, Doctor Eggman hat zusammen mit den Schurken Shadow the Hedgehog, Metal Sonic, Chaos, Zavok und einem ganz neuen Gegner, Infinite, fast die gesamte Erde erobert und Sonic und seine Freunde in den Untergrund getrieben." So fasst Takashi Iizuka, Chef des Sonic Teams bei SEGA die Rahmenhandlung zusammen. Klingt alles ganz schön düster und hört sich nach einem modischen "Gritty Reboot" der, normalerweise eigentlich recht leichtherzigen, Serie um den blauen Igel mit den roten Turnschuhen an. Und tatsächlich fühlen wir uns beim Ausprobieren eher wie auf dem Schlachtfeld eines Ego-Shooters.

Die Sonic-Apocalypse

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Anspielen konnten wir die Zone Park Avenue, die uns zumeist in 3D und in einem gewohnt höllischen Tempo durch die apokalyptisch anmutenden Ruinen der Stadt hetzt. Als wir uns nach einem richtig schlechten Durchgang an den stetigen Wechsel der Perspektive, die schiere Menge an Gegnern und die Dauerberieselung durch blitzende und blinkende Grafikeffekte gewöhnt hatten, kam dann doch schnell richtig gute Laune auf. Das Spielprinzip orientiert sich weitgehend an "Sonic Colours" und "Sonic Generations", das bedeutet dann in einem Höllentempo durch die Strassen rasen, Ringe einsammeln, Gegner mit einem effektiven Homing-Angriff plätten und fleissig den Enterhaken benutzen. Mit dem schicken Ausrüstungsgegenstand, kann sich Sonic an strategisch verteilten Ankerpunkten in der Umgebung zu höchsten Höhen aufschwingen, Abgründe überwinden und auch schon mal ein verstecktes Areal finden. Klingt einfach, aber gerade, wenn mehrere Ankerpunkte hintereinander exakt mit dem Haken erwischt werden müssen, braucht es den perfekten Rhythmus. Ansonsten landet man unsanft im unteren Levelbereich und kann erst mal wieder mühsam Momentum aufbauen, um auf Tempo zu kommen. Zur Auflockerung des Laufs durch die düster-morbide Umgebung, gibt es immer wieder 2D Sidescrolling-Einlagen und natürlich den Kampf gegen einen gigantischen Zwischenboss. In diesem Fall ein mechanisches Monstrum, das hinter uns her rennt und riesige Gesteinsbrocken nach uns wirft. Fast schön etwas enttäuschend: Wir brauchen gar keine ausgeklügelte Strategie, sondern weichen den Wurfgeschossen einfach mit links, rechts, Mitte Bewegungen aus und nach einer Weile gibt unser Verfolger einfach auf. Aber es handelte sich ja auch nur um ein Probelevel, uns wurde versichert, dass da noch so manch knackiger Kampf folgen wird. Immerhin treten wir ja wohl auch gegen richtig fiesen Burschen wie Metal Sonic, Chaos, Doctor Eggman und dem mysteriösen Infinite an.

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