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Quantum Break - Test

Die Zeit ist zerbrochen

Test Video JoelK getestet auf Xbox One

Schon lange erwarten Xbox-Spieler die Ankunft des neuen Spiels aus dem Hause Remedy: "Quantum Break". Diese haben mit Klassikern wie "Max Payne" und "Alan Wake" gezeigt, wie gut sie spannende, erwachsene Storys mit 3rd-Person Shootern verbinden können und auch wenn "Quantum Break" nicht den Namen seines Hauptdarstellers trägt, so ist es doch ein typisches Remedy-Spiel, mit allen Vor- und Nachteilen.

Als Spieler schlüpfen wir in die Haut von Jack Joyce, dem Bruder des Quantenphysikers Will, der sein gesamtes Vermögen in seiner erfolglosen Forschung verloren hat. Das genaue Gegenteil von Paul Serene, Jacks bestem Freund, der sich als Leiter der Forschungsabteilung etabliert hat und jetzt mit Wills Unterstützung am Überwinden der Zeit selbst forscht. Doch wie so oft geht das Experiment schief und es liegt an Jack und seinen aus dem Experiment resultierenden Zeit-Kräfte, die Zeit zu reparieren und den kompletten Stillstand zu verhindern.

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Jedes einzelne Wort mehr zur absolut brillanten Story wäre bereits zu viel verraten, denn "Quantum Break" mit seinem rund 12 bis 15 stündigen Abenteuer rund um Zeitreisen und Zeitmanipulation überrascht durch immer neue Wendungen, die manch einen Spieler verblüfft zurücklassen werden. Während der Hauptteil der Handlung in Dialogen in ruhigeren Passagen des Spiels oder in Zwischensequenzen erzählt wird, sind in der Spielwelt überall Computer und Notizen mit zusätzlichen Informationen verteilt. Diese bieten oft tiefere Einblicke in die Vergangenheit wichtiger Charaktere oder können sogar die zum Spiel gehörige Fernsehserie beeinflussen. Für ein vollständiges Spielerlebnis sollte man also einiges an Zeit einplanen, um die Texte zumindest zu überfliegen.

Der letzte, vom Spiel ebenfalls als "freiwillig" betitelte Teil der Story ist die Fernsehserie "Quantum Break", von der wir insgesamt vier Episoden zu sehen kriegen. Diese ist sehr hochwertig produziert und dank der realistischen Details der Charaktermodelle im Spiel, sehen sich die echten Schauspieler und ihre Repräsentation im Spiel verblüffend ähnlich. Die Serie hat ihren eigenen Handlungsstrang, der allerdings auch Einfluss auf den Weg, den Joyce im Spiel gehen muss nimmt. Jeweils am Ende eines Kapitels im Spiel, dürfen wir ausserdem eine Entscheidung treffen, die den weiteren Spielverlauf und den Verlauf der Serie beeinflusst. Die Unterschiede zwischen den Entscheidungen sind allerdings bis auf die letzte minimal und oft rein kosmetisch. So steht uns ein anderer Hilfscharakter zur Seite oder Dialoge sind leicht verändert. Ein völlig individuelles Abenteuer hätte zum Konzept von "Quantum Break" aber sowieso nicht gepasst. Vielmehr können wir mit den Entscheidungen der Handlung unseren eigenen Stempel aufdrücken und auch wenn die Auswirkungen auf die gesamte Story minimal sind, so lohnt es sich doch, das Spiel noch einmal durchzuspielen, um die komplexe Handlung in neuem Licht zu sehen und zu schauen, wo die anderen Wege hingeführt hätten.

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Auf der Xbox One kann die Serie wahlweise gestreamt oder direkt gedownloadet werden. Bei letzterem sind allerdings satte 75GB freier Speicher nötig. Beim Streaming kann es dafür aber sein, dass bei einer schlechten Internetverbindung häufig nachgeladen werden muss, was in einem Verlust in der Auflösung oder kurzen Ladepausen enden kann.

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