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Ring Fit Adventure - Test /Review

Ein Ring, sie zu knechten?

Test Video Beat Küttel getestet auf Nintendo Switch

Zwölf Jahre ist es her, dass Nintendo mit "Wii Fit" einen unerwarteten Megahit landete. Mit "Ring Fit Adventure" möchte man nun ein weiteres erfolgreiches Kapitel im Bereich Fitness schreiben. Statt ausschliesslich trockener Workouts will der Titel mit einer vollwertigen Rollenspiel-ähnlichen Kampagne, witzig gemachten Minispielen und natürlich dem Ring-Con genannten Gadget die Kundschaft überzeugen. Wie gut das gelingt, ob das Spiel auch wirklich zum Workout taugt und ob das Ganze überhaupt Spass macht, erfahrt ihr in unserem Test.

Zwei Wochen konnten wir "Ring Fit Adventure" nun ausgiebig testen. Lange genug, um die Vorurteile abzuschütteln, die wir nach den ersten Trailern hatten, denn etwas skurril sah das alles schon aus. Ein Spiel, in dem man eine mehr oder weniger vollwertige Story durchläuft und rundenbasierte Kämpfe mittels Fitnessübungen bestreitet? Ein sehr ungewöhnliches Konzept. Dass sich so etwas in Gold verwandeln kann, hat Nintendo mit "Wii Fit" bewiesen. Dass solche Experimente aber auch schiefgehen können, wissen die Mario-Macher spätestens seit "Wii Music". Doch schauen wir uns mal an, was die überdimensionierte "Ring Fit Adventure"-Box alles enthält.

Ein Ring und ein Gurt, die euch schwitzen lassen

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Besonders beeindruckend sieht das nicht aus, was aus der Packung fällt. Neben dem Case mit dem Spielmodul selber befindet sich darin ein Beingurt mit Halterung für den linken Joy-Con. Das gute Stück ist aus flexiblem und dehnbarem Material und mit Klettverschlüssen versehen. Beim ersten Start des Spiels wird euch auch gleich in einer kurzen Anleitung gezeigt, wie ihr das Ganze korrekt an eurem Oberschenkel befestigt. Für den eigentlichen Star der Show, den sogenannten Ring-Con, gibt es ein kurzes Einführungsvideo. Es handelt sich beim Ring-Con, wie der Name ja schon verrät, um einen überdimensionierten Ring. Dieser ist gleichzeitig elastisch und widerstandsfähig, sodass es ein wenig Kraft benötigt, ihn zusammenzudrücken oder auseinanderzuziehen, was im Spiel erkannt wird. Durch einen eingesetzten rechten Joy-Con erwacht der Ring-Con zum Leben.

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Wenn ihr dann das Spiel startet, erwarten euch mehrere Möglichkeiten. Neben Minispielen und frei wählbaren Übungen und Workouts sticht vor allem der Abenteuermodus hervor. Dieser ist das Herzstück von "Ring Fit Adventure", und man merkt, dass sich die Entwickler hier wirklich Mühe gegeben haben, das Ganze nicht einfach zu einer langweiligen Aneinanderreihung von Fitnessübungen verkommen zu lassen. Stattdessen ist dieser Modus gespickt mit Abwechslung, coolen Ideen, einer Spielwelt und einer mehr oder weniger vollwertigen Story. "Mehr oder weniger" deshalb, weil "Ring Fit Adventure" ein Game ist, das Spielende aller Altersstufen und mit jedweder Gaming-Erfahrung erreichen möchte. Entsprechend wollte man niemanden mit einer allzu tiefschürfenden Story abschrecken und bleibt eher auf der verspielt-sicheren Seite. Nichtsdestoweniger seid natürlich ihr es, die zu Beginn des Abenteuers dafür sorgt, dass das grosse Unheil losbricht. Ihr entfesselt nämlich aus Versehen den Oberschurken Drago (nein, nicht Ivan Drago) und reist fortan durch die Spielwelt, um ihm das Handwerk zu legen. Und während ihr in so ziemlich jedem anderen Spiel durch Neigen eines Sticks oder Drücken eines Steuerkreuzes die Oberwelt navigiert, kommt bei "Ring Fit Adventure" bereits hier etwas mehr Bewegung ins Spiel.

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