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State of Decay 2 - Test

Liebesbrief an das Zombie-Genre

Test Video JoelK getestet auf Xbox One

Vor fünf Jahren veröffentlichte Undead Labs mit „State of Decay“ ein holpriges, jedoch durchaus gelungenes Zombie-Survivalspiel. Mit dem Nachfolger, der jetzt für Xbox One und PC erscheint, sollen die Macken des ersten Spiels ausgebügelt und endlich ein kooperativer Modus eingeführt werden.

Kampftruppe aus Gärtner, Anwälten und Informatikern

Das Spiel beginnt mit einer interessanten Wahl: Anstatt einen Spielcharakter zu erstellen, haben wir die Auswahl aus diversen Zweiergruppen. Egal ob zankende Liebende, alte Freunde oder Bruder und Schwester, jede Gruppe hat nicht nur eine eigene Geschichte, sondern auch spezielle Fähigkeiten. Überlebende in „State of Decay 2“ ähneln Rollenspielfiguren, die mit bestimmten Merkmalen aufwarten, die sich auf Werte wie Ausdauer, Nah- oder Fernkampffähigkeiten auswirken.

Egal für wen wir uns entscheiden, wir beginnen mit einem sehr linearen Tutorial. Hier lernen wir die Grundlagen des Kampfes und Plünderns. Allerdings wird unser Begleiter von einem der neuen, verseuchten Zombies gebissen. Und so müssen wir zu Beginn des Spiels ein Heilmittel finden und herstellen. Dazu müssen wir uns aber entscheiden, in welchem der drei Spielgebiete wir unsere erste Basis aufschlagen. Entsprechend unserer Wahl werden wir vor unterschiedliche Herausforderungen gestellt. In der Stadt gibt es beispielsweise nicht nur viele Häuser zum Plündern, sondern auch feindliche Banden - und kaum einen Ort zum Ausruhen. Auf dem Land sieht das Ganze umgekehrt aus. Hier sind Ressourcen wie Medizin deutlich seltener, dafür habt ihr lange Landstriche, auf denen sich nur wenige Untote tummeln. Das Tal als dritte Option liegt irgendwo dazwischen.

Screenshot

Egal wo wir starten, es wird unsere erste Aufgabe sein, eine Basis aufzubauen und neue Überlebende zu rekrutieren. Von hier an wird das Spiel sich bei jedem Spieldurchgang immer mehr unterscheiden, denn eine Story im klassischen Sinne existiert in „State of Decay 2“ nicht. Das Spiel setzt uns Meilensteine vor und generiert Missionen zufällig oder auf Basis dessen, was unsere Gemeinschaft zurzeit benötigt. So brauchen die diversen anderen Gruppen fast immer unsere Hilfe. Das gesetzte Zeitlimit ist eng genug, dass wir zwar eine Mission ohne Probleme angehen können, aber nicht alle. Hinzu kommt, dass wir unsere eigenen Ressourcen konstant nachfüllen müssen. Geht uns die Nahrung aus, sinkt die Moral unserer Truppe und wir laufen Gefahr, dass Überlebende unsere Kolonie verlassen.

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