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Ultra Street Fighter IV

Ultra-Update-DLC-Retail-Version mit kräftigem linken Haken

Test Alain Jollat getestet auf Xbox 360

Nachdem der Update-DLC für alle „Super Street Fighter IV“-Konsolenversionen seit einiger Zeit online erworben werden können, gibt’s die Ultra-Version nun auch für den PC zu kaufen. Und für die beiden Last-Gen-Konsolen von Microsoft und Sony. Hat sich das Warten gelohnt? Ja, absolut. Sind wir noch immer sauer auf Capcom? Nein, nicht mehr so wirklich.

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Lange hat es gedauert, bis auch die PC-Spieler in den Genuss des allerneusten und – laut Capcom auch allerletzten – „Street Fighter IV“-Update gekommen sind. Vermutlich war es einfach der Zeitdruck. Schliesslich musste die Ultra-Version auf Biegen und Brechen für das weltweit wohl grösste Prügelspielturnier fertig werden – die EVO in Las Vegas. Üblicherweise werden solche Veranstaltungen an den Konsolen ausgetragen. Zwar nur bedingt mit den Originalcontrollern der jeweiligen Plattformherstellern, aber irgendwie ist es anscheinend praktischer, ein Turnier mit Konsolen zu organisieren, als mit dem PC.

So fristet die PC-Prügelgemeinde ein eher stiefmütterliches Dasein. Was man nebenbei bemerkt auch daran feststellen kann, dass Capcom den Tekken-Crossovertitel, der - wie „Street Fighter IV“ bisher auch - Microsofts Live-Dienst als Matchmaking- und Achievement-Framework verwendet hat, nun das Steamworks-Framework verwendet. Und da Microsoft den Dienst als solches in der bis anhin existierenden Form mehr oder minder eingestampft hat, wäre eine solche Portierung durchaus wünschenswert gewesen. Aber ich schweife ab.

Ultra Street Fighter IV“ spielt sich auch auf dem PC wunderbar. Die eben angesprochene Integration des Steamworks hat Capcoms Vorzeigeprügler wunderbar überstanden und so ist es auch nicht verwunderlich, dass kaum jemand dem nicht mehr benötigten Live-Client nachtrauert.Screenshot

Ach, wenn sie schon mal da sind

Von den fünf neuen Figuren kennt man vier bereits aus dem Titel „Street Fighter X Tekken“. Die Charaktermodelle konnten bequemerweise aus dem Titel übernommen werden und spielen sich grösstenteils auch so. Strenggenommen wurden Anpassungen gemacht, aber es ist zu bezweifeln, dass sie dem Durchschnittsfighter auffallen werden. Henu: Leider keine Überraschungen an der Front. 

Einzig Decapre ist wirklich neu. Sie ist Mitglied einer Spezialeinheit innerhalb von Shadaloo und spielt sich – wie fast alle weiblichen Kämpfer in der „Street Fighter“-Serie sehr schnell. Auch trotz längerer Eingewöhnungszeit bin ich mit ihrem Moveset nicht warm geworden. Zwar mag ich Charger-Charaktere (also solche, deren Specialmoves zuerst durch das etwa zweisekündige Drücken und Halten einer Richtungstaste vorbereitet werden müssen), aber aus einem mir nicht ganz klaren Grund liegt mir Decapre nicht. Sie ist ein aggressiver Charakter, der gerne auch schnell mittlere Distanzen zurücklegen kann, um einen unvorsichtigen Gegner anzugreifen, allerdings muss das Timing auch stimmen. Aber wenn es stimmt, dann ist ein Match mitunter schneller fertig als einem lieb sein kann.

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