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The Dark Pictures: Man of Medan - Vorschau / Preview

69 Ways to Die

Vorschau Video Benjamin Braun

Mit "Until Dawn" setzte Supermassive Games 2015 eines der spannendsten Horror-Adventures der letzten Jahre um. In ihrem neuen Werk vertrauen die Engländer auf ein ähnliches Spielkonzept, gestalten den Horror jedoch erwachsener und lassen euch das Abenteuer im Online-Kooperativmodus auch gemeinsam mit einem Freund erleben. Wir haben die ersten 90 Minuten auf einem Event in Hamburg für euch gespielt und verraten euch, ob ihr euch auf den Start am 30. August 2019 freuen dürft.

Es hätte ein vergnügter Bootsausflug im Südpazifik sein sollen, mit Bier, Barbecue und guten Freunden. Doch mitten in der Nacht kommen drei bewaffnete Männer an Bord der Duke of Milan und nehmen uns als Geiseln. Was zu diesem Zeitpunkt niemand ahnt: Den fünf jungen Leuten und ihren Kidnappern droht weit grösseres Unheil, denn kaum zeigen sich erste Ansätze des Stockholm-Syndroms, taucht ein uraltes US-Militärschiff auf, dessen untote Besatzung seit Jahrzehnten auf dem Ozean kreist. Niemand, der das Geisterschiff aus Supermassive Games' Horror-Abenteuer "The Dark Pictures: Man of Medan" erblickt hat, wurde jemals wiedergesehen.

Fünfköpfige Schicksalsgemeinschaft

Im Zentrum der Handlung von "Man of Medan", der ersten von fünf geplanten, inhaltlich nicht miteinander verknüpften Einzel-Episoden der "The Dark Pictures Anthology", stehen die fünf jungen Erwachsenen Alex, Brad, Julia, Bootskapitänin Fliss sowie der vom Schauspieler Shawn Ashmore verkörperte Charakter Conrad. Abgesehen von Fliss haben zum Start bereits alle eine bestimmte Beziehung zueinander. Alex und Julia sind ein Paar, Brad ist Alex' Bruder, Conrad der von Julia. Im Spiel nehmt ihr ähnlich wie in "Until Dawn" Einfluss auf diese Beziehungen, was grösstenteils im Rahmen von Dialogentscheidungen passiert. Mit Conrad dürft ihr beispielsweise Fliss immer wieder in beinahe pubertärer Art anbaggern, ihn dafür in der Rolle von Julia wiederum auch mal zurechtweisen.

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Gravierende Auswirkungen auf den Kernverlauf der Handlung wird dies oder ein als gestresst markierter Charakter eher nicht haben. Wie viel stärker als in "Until Dawn" sich die Entscheidungen auswirken, wird jedoch bereits in den ersten 90 Spielminuten deutlich. So ringt sich Alex gegebenenfalls zu einem Heiratsantrag an Julia durch, wenn ihr zuvor die passenden Dialogzeilen ausgewählt habt. Sät ihr ausreichend Zweifel an diesem Vorhaben, bleibt der Heiratsantrag aus. Damit nicht genug, dürft ihr ihn auch ablehnen, was im späteren Verlauf womöglich bestimmte Optionen sperren oder deren Auswahl aufgrund der eigenen Spielerfahrung emotional erschweren könnte. Supermassive Games selbst verspricht jedenfalls eine weitaus stärkere Verästelung als in "Until Dawn", mitsamt erheblich grösseren Konsequenzen. Daran haben wir, basierend auf den bisherigen Eindrücken, auch keine Zweifel.

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