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Thronebreaker: The Witcher Tales - Test / Review

Ausflug ins Königreich der Karten

Test Video Joel getestet auf Xbox One

Nach wie vor gilt "The Witcher 3: Wild Hunt" als einer der Meilensteine der jüngeren Videospielgeschichte. Das Spiel von Entwickler CD Project Red hat einen festen Platz in den Köpfen der Spielern. Die düstere und erwachsene Geschichte rund um den Hexer Geralt von Riva stellte den Spieler immer wieder vor Entscheidungen, die drastische Konsequenzen für die Spielwelt und Geschichte hatten. All das in einer Welt, die von Details und interessanten Figuren nur so überquoll. Vielen Spielern blieb aber auch noch etwas anderes im Gedächtnis: Das Kartenspiel "Gwent". Während wir in den vorherigen "Witcher"-Teilen noch um unser Vermögen würfelten, hat das Sammelkartenspiel des dritten Teils fast alle Spieler in seinen Bann gezogen. So sehr, dass inzwischen auch eine Mehrspieler-Variante des Spiels unabhängig vom Hauptspiel erschien.

Pünktlich zum Ende der Beta-Version des Mehrspielerteils, erscheint ebenfalls "Thronebreaker: The Witcher Tales", eine Einzelspielerkampagne rund um das Spiel "Gwent".

Von der Erweiterung zum Spiel

Ursprünglich war "Thronebreaker: The Witcher Tales" als kostenlose Erweiterung des Mehrspielertitels "GWENT: The Witcher Card Game" geplant. Mehr und mehr Ideen und Ressourcen flossen in die Erweiterung und die Geschichte wurde immer ambitionierter. Schlussendlich wurde die Entscheidung getroffen, das Spiel als Budget-Titel eigenständig rauszubringen. Zwar könnt ihr Karten und andere Boni für "GWENT: The Witcher Card Game" freischalten, "Thronebreaker" ist aber ein komplett eigenes Spiel, das ausschliesslich alleine gespielt werden kann.

Im Namen der Krone

In der Geschichte schlüpfen wir in die Haut von Meve, der Königin der nördlichen Königreiche, die in ihre Heimat zurückkehrt und feststellen muss, dass Banditen, Monster und schlimmeres ihr Unwesen treiben. Als Spieler haben wir die Wahl ob Meve eine gütige, geduldige Herrscherin ist, oder aber ihre Untertanen mit eiserner Faust regiert. Doch auch die heldenhafte, kampferprobte Meve kann sich den Gefahren Temeriens nicht alleine stellen. Daher stehen ihr nicht nur diverse Berater zur Seite, sondern auch gleich eine ganze Armee. Diese wird durch unser Gwent-Deck repräsentiert. Unsere Berater, Verbündeten und selbst Königin Meve werden als Figuren im Kartenspiel dargestellt und bieten uns taktische Optionen in den Gefechten. Mit Ressourcen und Gold, die wir finden oder durch Aufgaben erhalten, können wir zudem unser Lager aufrüsten und so neue Truppen und Karten freischalten.

Screenshot

In dem erbitterten Krieg brauchen wir aber auch treue Kämpfer. Denn oft erforschen wir zwar neue Ausrüstung für unsere Kämpfer, die meisten Karten wollen aber erst rekrutiert werden. Ressourcen und Rekruten wollen daher clever eingesetzt werden. Während bestimmte Gegner durchaus eine Herausforderung darstellen, ist die rund 20-stündige Geschichte grösstenteils einfach. Lediglich die Rätselaufgaben stellen euch vor eine wirkliche Herausforderung. Hier müsst ihr mit vorgegebenen Karten bestimmte Aufgaben lösen. Meist heisst das, durch geschicktes Überlegen, die richtige Reihenfolge der zu spielenden Karten herauszufinden. Nur wer jede Karte perfekt kennt und mehrere Züge voraus plant, hat in den späteren Rätseln überhaupt eine Chance.

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