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Until Dawn: Rush of Blood - Test

Jump Scares am laufenden Band... in VR

Test Video Michael Sosinka getestet auf PlayStation 4

Eine Geisterbahn, die es in sich hat

Die Steuerung ist zwar mit dem DualShock 4 kompatibel, aber wir empfehlen dringend, zwei Move-Controller zu verwenden. Die Zielerfassung funktioniert meistens sehr präzise und man kann die Monster effektiv anvisieren und ausschalten. Auch das Headtracking von PSVR ist nahezu fehlerfrei. Wer noch nie ein VR-Horrorspiel erlebt hat, den wird „Until: Dawn Rush of Blood“ sicherlich das Fürchten leeren. Die Entwickler gehen nicht gerade sparsam mit den Jump Scares um. Aber es geht auch subtil: Hat man gute Kopfhörer, merkt man, wie gelungen die Geräuschkulisse mit ihren bedrohlichen Soundeffekten ins Spiel eingebaut wurde. Manchmal reicht es, nur etwas zu hören, um einen richtigen Schrecken zu bekommen. Man hört, wie die Viecher von hinten ankommen, scary!

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Ruhige Passagen, die Stimmung aufbauen, nervenaufreibende Schuss-Sequenzen und rasante Fahrten mit der Lore wechseln sich immer wieder ab. Leider ist der Horror-Spass nach zirka zwei Stunden wieder vorbei, was für einen Rail-Shooter im Prinzip eine übliche Spielzeit ist. Während dieser zwei Stunden wird man jedoch bestens unterhalten und gut erschreckt. Technisch spielen die Entwickler mit Licht und Schatten. Auch wenn es manchmal an Details fehlt, die Immersion ist gelungen. Der Wiederspielwert hält sich allerdings in Grenzen. Trotz alternativer Wege, Highscores und Sammelgegenstände, die man abschiessen muss, steigt man höchstens ein zweites Mal in die Geisterbahn, mehr nicht.

Fazit

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Ich muss ehrlich zugeben, ich habe „Until Dawn: Rush of Blood“ vor dem ersten Spielstart unterschätzt. Ich habe einen eher öden Rail-Shooter mit simplem Gameplay erwartet. Das Gameplay ist tatsächlich wenig komplex, doch in Verbindung mit den Jump Scares, der gruseligen Atmosphäre, VR und der gelungenen Move-Steuerung, macht es unheimlich viel Laune, sich erschrecken zu lassen und die anstürmenden Gegner wegzuballern. Auch technisch kann man nicht viel meckern. Die Grafik ist jedenfalls zweckmässig. VR wird Rail-Shooter wieder beliebter machen, da bin ich mir fast sicher. Leider ist die Spielzeit relativ kurz, doch dafür muss man auch nicht viel bezahlen.

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