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Thimbleweed Park - Vorschau

Alter, sieht das alt aus!

Vorschau Video Michael

Alles ist verflöchten

Nach und nach wird der Spieler tatsächlich auch die Kontrolle über den grossmäuligen Clown Randsome übernehmen, der dank eines Fluchs seine Schminke nicht mehr abbekommt. Er wird die junge Dolores herumführen, die für eine Testamentsverlesung in die Stadt kommt, und Franklin helfen, der in einem Hotelzimmer aufwacht und erschreckt feststellt, dass er offenbar tot ist. Allesamt wird man, wie in klassischen Adventures eben, durch Kulissen wie einen Rummelplatz, ein Edelhotel, einen Okkultismusladen, einen Friedhof oder ein Herrenhaus mit einer schier endlosen Bibliothek lenken, wo sie auf einen Typen im Pizzakostüm, Teilnehmer eines Sci-Fi-Kongresses und einen Postboten treffen, der aber lieber Barista wäre. Dabei gilt es natürlich Rätsel zu lösen. Die sollen durchaus knifflig ausfallen aber auch stets lösbar sein. „Wir haben aus der Vergangenheit gelernt“, lacht Ron Gilbert. „Wir wollen niemanden stärker frustrieren, als es sein muss.“ Daher werden dem Spieler etwa in Dialogen sachte Tipps geben, was er als nächstes zu tun hat. Muss als Randsome beispielsweise ein Tresor geknackt werden, lässt sich in einem Gespräch erfahren, dass der Code wohl etwas mit der Anzahl der Kinder eines Losbudenverkäufers zu tun haben könnte.

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Die fünf spielbaren Charaktere sollen, anders als ihre Urahnen in „Maniac Mansion“, jeweils eine wirklich eigene Geschichte haben. „Sie alle starten separat“, klärt Ron auf. Hierbei wird der Spieler auch Teile ihrer Vorgeschichte durchleben und zum Beispiel, in einer spielbaren Rückblende, mitbekommen, wieso und von wem Randsome verflucht wurde. „Aber langsam driften ihre Handlungsstränge immer stärker aufeinander zu“, erörtert Gilbert das Konzept. Das Tun aller Helden sei letztlich miteinander verflochten und würde sie unweigerlich zum Geheimnis von Thimbleweed Park ziehen. „Es ist eine Mystery-Geschichte“, zeigt der einstige Lucas-Arts-Entwickler auf. „So wie Maniac Mansion eine Parodie auf B-Movie-Horror-Streifen war, ist Thimbleweed Park eine Parodie auf Serien Twin Peaks, Akte-X oder True Detective.“ Schon nach kurzer Spielzeit stösst der Spieler auf Indizien, dass alle Bewohner von einer unbekannten Macht überwacht werden, er entdeckt einen Opferaltar und erkennt, dass es irgendein „Geheimnis tief inmitten der Wälder gibt.“ Einfach spooky!

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