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Trivial Pursuit

Brettspielklassiker in digitaler Form

Test Guest getestet auf Black & White: Insel der Kreaturen

Ein Brettspiel für Konsole umzusetzen ist so ein Sache, den oft will der Funke am Bildschirm nicht so zünden, wie beim Original. Ob das Vorhaben hier geglückt ist, haben wir für euch herausgefunden.

Das waren noch Zeiten, als es sich Familien zusammen mit einem Brettspiel am Wohnzimmertisch gemütlich gemacht haben, um spannende Duelle mit Brettspielklassikern wie beispielsweise "Trivial Pursuit" auszufechten. Um den Familien eben wieder dieses Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln und vielleicht auch mal die Oma vor die Konsole zu locken, bieten sich die digitalisierten Spiele hervorragend an. Das Spielprinzip wurde, zumindest im Standard-Modus, unverändert beibehalten. Ziel des Spiel ist es, alle Dreiecke der verschiedenen Farben zu sammeln und so den Kreis der eigenen Spielfigur zu füllen. Nachdem man gewürfelt hat und die entsprechende Zahl vorgerückt ist, landet man auf einem der verschiedenen farbigen Felder. Jede Farbe ist einer Wissenskategorie zugeordnet, wie beispielsweise "Kunst & Literatur", "Unterhaltung" oder "Wissenschaft". Hat man die dazu gestellte Frage richtig beantwortet, darf man weiter würfeln. Wer auf einem der Spezialfelder mit einem Dreieck landet, erhält nach richtiger Beantwortung das Feld in der entsprechenden Farbe um seinen Kreis zu füllen. Neben den Fragefeldern gibt es auch noch Bonusfelder, die vor allem im neuen Partymodus zum tragen kommen. So darf z.B. nochmals gewürfelt werden oder man kann eine Wette darauf abschliessen, ob die Mitspieler eine Frage richtig oder falsch beantworten. Zudem verschwinden beantwortete Kategorien komplett, nachdem sie richtig beantwortet wurden. Alles in allem eine nette Idee, aber der Standardmodus hat im Test dann doch mehr Anhänger gefunden. An einem bewährten Prinzip gibt es eben nicht mehr viel zu verbessern.

Optisch präsentiert sich der Titel eher zweckmässig und nüchtern, was für das Spiel auch gut funktioniert. Trotzdem hätte zumindest ich mir bei einem Casual-Titel wie diesem, etwas mehr Liebe zu Detail und der grafischen Aufmachung gewünscht. Wenigstens dürfen Xbox 360-Besitzer mit ihren selbst erstellten Avataren an den Start gehen. Wie bei so vielen Spielen dieser Art gilt auch hier, das erst mit genügend Mitspielern richtig Stimmung aufkommt. Grösster Kritikpunkt ist der unausgewogenen Schwierigkeitsgrad. Es kommt schon mal vor das ein Mitspieler z.B. mit höherer Physik konfrontiert wird und während der nächste eine Frage aus dem Vorschulbereich serviert bekommt.

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