Games.ch

Metal Gear Solid Touch

Mehr als nur ein Moorhuhn-Klon?

Test Guest getestet auf Tropico 2: Die Pirateninsel

"Metal Gear Solid 4: Guns Of The Partriots" gehört wohl zu den epischsten Spielen überhaupt. Nun stellt sich die Frage, wie Konami es geschafft hat, solch einen Brocken für iPhone/iPod Touch aufzubereiten? Die Antwort dürfte vor allem eingefleischten Fans gar nicht schmecken.

Die mobile Fassung von "Metal Gear Solid" lehnt sich in Sachen Story eng an das Konsolenoriginal an. So erlebt man mit Snake nochmals Schlüsselmomente seines letzten Abenteuers, das hier in 12 Kapitel aufgeteilt wurde. Dabei trifft man neben den Standardgegner, sprich Soldaten, auch auf aus dem Spiel bekannten Bossgegner, wie die FROG-Einheit oder einen Kampfhelikopter. So weit so gut, doch vom eigentlichen Gameplay, einem Mix aus Schleich- und Actioneinlagen, wie er dem Original zu grunde liegt, ist in der portablen Version leider nichts mehr übrig. Im Grunde spielt sich der Titel wie der Klassiker "Moorhuhn", nur dass man eben Solid Snake über die Schulter schaut und das Setting ins "Metal Gear"-Universum verlegt wurde. Mit den Fingern bewegt man einen Cursor über den Bildschirm und visiert so die aus der Deckung springenden Gegner an. Tippt man auf den Touchscreen, so fängt hebt sich Snake aus seiner Deckung und beginnt zu Feuern. Weit entfernte Gegner muss man mit einem Snipergewehr aufs Korn nehmen, welches mit einer Ziehbewegung mit zwei Fingern aktiviert wird. Bevor ein Gegner anfängt zu Feuern, füllt sich ein Kreis bei ihm mit Farbe. Ist er komplett Rot, wird man unter Beschuss genommen. Klingt vielleicht im ersten Moment kompliziert, wird aber vor dem Spiel in einem ausführlichen Tutorial erklärt. Die Steuerung funktioniert eigentlich recht gut, doch bei grösserem Gegneraufkommen, wird es schnell etwas hektisch und unübersichtlich, weil man mit der Hand den halben Bildschirm abdeckt.

In Sachen Präsentation wirkt das Spiel im ersten Moment beinah identisch mit der Konsolenversion, und ganz falsch ist das auch nicht. Es wurden Standbilder von den einzelnen Schauplätzen fast 1:1 übernommen. Da sich aber nichts bewegt, sondern das Ganze einfach nur eine Art Foto im Hintergrund ist, kommt alles doch recht statisch rüber. Auch in den Zwischensequenzen gibt es hochaufgelöste Bilder zu bewundern, auf Sprachausgabe und gar Animationen muss auch dort verzichtet werden.

Wer eine Spielabschnitt erfolgreich beendet, das heisst eine gewissen Anzahl an Gegnern erledigt hat, der bekommt Punkte gutgeschrieben, mit denen er Bonusinhalte, wie Hintergründe, freischalten kann. Da der Schwierigkeitsgrad eher niedrig ist, hat man den Titel wohl in relativer kurzer Zeit durchgespielt.

Kommentare