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Diablo 3: Eternal Collection (Switch) - Test / Review

Teuflischer Spielspass für unterwegs?

Test Video Beat Küttel getestet auf Nintendo Switch

Die Hölle bricht los auf der Switch! Mit “Diablo III: Eternal Collection” schafft es zum ersten Mal seit Urzeiten wieder ein Blizzard-Spiel auf eine Nintendo-Konsole, und was für eins! Wir haben uns die Dämonen-Schlachtplatte angeschaut, und dabei ein besonderes Augenmerk auf die Umsetzung für die Switch gelegt. Wie rund läuft das Spiel? Welche Features und DLC-Inhalte kriegt ihr geboten? Gibt es zusätzlich Inhalte? Unser Testbericht verrät euch die Antworten.

Blizzard ist bekannt für seine auf Hochglanz polierten Spiele, die entsprechend auch von A bis Z durchdacht sind und einen oft fast endlosen Wiederspielwert bieten. “Diablo III” hingegen hatte 2012 auf dem PC einen nicht ganz so reibungslosen Start. Das lag aber vor allem am damaligen Echtgeld-Auktionshaus, welches natürlich auch Einfluss auf das Game-Design hatte. Doch nach regelrechten Fan-Aufständen wurde dieses Spiel-Element komplett entfernt, und stattdessen sinnvolle Erweiterungen nachgereicht. Seither gibt es eigentlich nur Gutes zu berichten. Doch der Reihe nach. Worum geht es bei “Diablo III” und wie spielt es sich überhaupt? “Diablo”-Veteranen, die das alles längst wissen, können den nächsten Absatz überspringen und gleich eine Seite weiterblättern, dort verraten wir euch dann mehr über die Switch-Umsetzung selber.

Düstere Story und höllisch gutes Gameplay

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Bei den “Diablo”-Spielen handelt es sich um Hack-and-Slash-Rollenspiele mit einem enorm starken Fokus auf Loot (Beute). Anders als in den meist rundenbasierten Japano-RPGs wird hier also in Echtzeit gekämpft. Aber auch von den meisten westlichen Rollenspielen unterscheidet sich das Genre darin, dass ihr es hier oft mit gewaltigen Gegnerhorden zu tun bekommt, die es in Schach zu halten gilt. Doch zum Glück ist natürlich das aus einer isometrischen Perspektive dargestellte Gameplay genau darauf ausgelegt. Ihr wählt zu Beginn eine Klasse und ein Geschlecht für euren Charakter, etwa Barbar, Dämonenjägerin oder Hexendoktor. Entsprechend hat euer Held dann auch ganz spezielle Vorzüge, welche andere Klassen nicht haben. Der Barbar haut zum Beispiel im Nahkampf so richtig rein, während die Dämonenjägerin dank Fernwaffen und guter Ausweichfähigkeit einen ganz anderen Fokus hat. Der Hexendoktor wiederum kann Untote beschwören und hat so, genau wie alle anderen Klassen, wieder ganz andere Wege, mit dem Gegneransturm fertig zu werden. Doch egal für welche Charakterklasse ihr euch entscheidet, der Core-Gameplay-Loop bleibt der gleiche. Ihr lauft von A nach B, plättet alles, was euch in den Weg kommt, und sammelt Gold und Beute auf. Dabei habt ihr es nebst Artefakten vor allem auf bessere Ausrüstungsgegenstände abgesehen. Dies ist einer der Hauptmotivationsfaktoren des ganzen Spiels: Bessere Ausrüstung durch zufallsbasierte Item-Drops. Nicht nur haben etwa Waffen verschieden hohe Angriffs-Attribute oder Rüstung unterschiedliche Abwehr-Stärke, sondern jeder Ausrüstungsgegenstand hat auch einen bestimmten Seltenheitswert, von gewöhnlich bis legendär. Zusätzlich haben viele Items noch (magische) Zusatzattribute, etwa, dass sie euch pro Sekunde oder pro ausgeteiltem Treffer etwas Gesundheit auffüllen oder sonstige Buffs. Dann gibt es auch noch Rüstungs-Sets, die euch noch einmal zusätzliche Boni gewähren, wenn ihr sie vollständig besitzt und auch tragt. Ihr seht also, das Beute-System bietet einiges an Tiefe und Motivation, und es schlummert noch so viel mehr in den Tiefen des Spielsystems. Zusätzlich soll euch (zumindest im Kampagnen-Modus, zu den anderen Spielmodi im nächsten Abschnitt dann mehr) auch die Story natürlich vorantreiben. Diese spielt 20 Jahre nach den Vorkommnissen von “Diablo II”. Gleich zu Beginn stürzt ein vermeintlicher Meteorit auf die Erde. Da jedoch plötzlich überall die Toten erwachen und ihr Unwesen treiben, liegt die Vermutung nahe, dass hier etwas ganz anderes, verheerendes vor sich geht. Wir wollen natürlich für alle, die das Spiel zum ersten Mal zocken nicht zu viele verraten, doch bereits am Ende des ersten (von insgesamt fünf) Akten ist nichts mehr so, wie es mal war.

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