Games.ch

Pro Evolution Soccer 2012

Ausführlich gespielt: Die Rückkehr des Königs

Vorschau Guest

Dinge gibt es, die passieren nur auf der gamescom: Beispielsweise das Shingo "Seabass" Takatsuka neben einem steht und beim Auftakt zu den PES Global Finals jedes Wort mit einem kräftigen: "Jawoll" auf Deutsch bekräftigt und lustig mit seiner Bierflasche schwenkt. Der Creative Director von "Pro Evolution Soccer 2012" weiss eben was gut ist. Aber ist "PES 2012" auch so gut dass die GAMES.CH-Redaktion mit den Fahnen schwenkt? Wir haben Probe gekickt.

Was zählt ist auf, um und neben dem Platz

Als wir das erste Mal mit der Nationalmannschaft gegen England aufs Grün ziehen, zeigt sich sofort wie viel Arbeit Konami in eine deutlich intensivere Atmosphäre investiert hat. Hier inspizieren ein paar Offizielle den Rasen, dort gehen riesige TV-Kameras in Stellung und kämpfen Presse und Fotografen um die besten Plätze. Und an der Seitenlinie läuft bereits der Trainer mit schweren Schritten auf und ab, gestikuliert wild mit den Händen während sich seine Spieler aufwärmen, gibt letzte Anweisungen an seinen Kapitän und brennt spürbar darauf dass es endlich los geht. Ein dicker Negativpunkt bleiben aber die Fangesänge, die zumindest in der Preview-Fassung der gamescom nicht wirklich original klingen, einfach zu wenig Power haben und sich eher träge dahinschleppen.Screenshot

Die KI läuft mit, reisst Räume auf, entwickelt Taktiken

Das erste Sahnestückchen des neuen "PES 2012" zeigt sich aber eigentlich erst,  wenn der Schiri die Partie anpfeift. Schon nach wenigen Spielzügen fällt auf wie clever sich die eigene Mannschaft anbietet und offensichtlich mehr als zwei Pässe vorausdenkt. Mal ein Beispiel: Wenn wir in "PES 2011" etwas Platz auf dem rechten Flügel hatten, mangelte es meist an Unterstützung aus dem eigenen Team. Keiner kam auf die Idee einfach mal den Mittelfeldspieler zu überlaufen um einen schnellen Angriff einzuleiten. Okay, das ging schon, wir mussten dazu allerdings unsere Jungs per Doppelpass dazu zwingen die Linie entlang zu sprinten. Ganz anders in "PES 2012": Die Kicker bemühen sich viel mehr  als Anspielstation einen Mehrwert fürs Teamplay zu bilden, erkennen häufiger die eine Chance jetzt in den freien Raum hineinzustossen. So lassen sich gerade Abwehrspieler mit niedrigen Taktik-Werten leicht austricksen, weil sie beispielsweise dem Ball führenden Stürmer hinterherdackeln und so Platz machen für den Mittelfeldmann, den wir anspielen und der recht frei zum Schuss kommt.Screenshot

 

Kommentare