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Styx: Shards of Darkness – Vorschau

Ein Fest für Fans klassischer Schleichspiele

Vorschau Roger Sieber

Der Vorgänger war für Stealh-Freunde eine überaus positive Überraschung. Die Fortsetzung des Schleichspiels mit Goblin-Held verbessert die Technik deutlich und erweitert die Spielmechanik sinnvoll – auch um einen optionalen Koop-Modus.

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Er ist wieder da! Von seiner hässlichen Visage solltet ihr euch nicht täuschen lassen. Denn Goblin Styx ist ein Meister seines Fachs als Schleicher und Meuchelmörder. Im Jahr 2012 hatte der kleine Haudegen seinen ersten Auftritt in Cyanides taktisch angehauchtem Action-Rollenspiel „Of Orcs and Men“ an der Seite von Orc-Krieger Arkail. Zwei Jahre später war er schliesslich in „Styx: Master of Shadows“ erstmals allein unterwegs – in einem Schleich-Spiel, in dem die direkte Konfrontation fast unweigerlich mit dem Tod endete. Gut bei den Genre-Fans kam der Titel nicht nur deshalb an, weil andere Schleich-Ikonen wie Garrett in „Thief“ hinter den hohen Erwartungen zurückblieben. Denn auch für sich genommen war das erste „Styx“ überraschend gut. Im Mai steht mit „Styx: Shards of Darkness“ der Nachfolger in den Startlöchern.

Nach Präsentation und Hands-on steht für uns fest: Das neue Abenteuer des Goblins wird seinen Vorgänger in fast jeder Hinsicht noch überflügeln.

Die Quintessenz des Schleichens

Wie schon der Vorgänger verfolgt „Styx: Shards of Darkness“ einen kompromisslosen Schleich-Ansatz. Zwar verfügt der Goblin-Held über einen Dolch als Waffe, dem direkten Zweikampf mit schwer gepanzerten Rittern und anderen Wachen ist er damit allerdings kaum gewachsen. Stattdessen muss Styx aus dem Verborgenen heraus agieren, im richtigen Moment an Wachen vorbeihuschen, so lange deren Blick in eine andere Richtung fällt. Natürlich wird das unbemerkte Vorgehen durch gleich mehrere patrouillierende Wachen erschwert, die die Umgebung sorgsam auf potenzielle Gefahren hin untersuchen. Um sich den neugierigen Blicken in einer Elfenfestung oder einem Unterschlupf der Zwerge zu entziehen, muss Styx auch mal Sandbeutel einsetzen, um eine Fackel löschen. Nur dann ist der Pfad dunkel genug, um unbemerkt vorzurücken.

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Doch die Wachen sind clever: Sie werden nicht sofort skeptisch, wenn ihr auf diese Weise Lichtquellen löscht. Allerdings entzünden sie manipulierte Fackeln wieder, weshalb dem Goblin nur eine begrenzte Zeit bleibt, die erzeugte Dunkelheit für sich zu nutzen. Auch bei Geräuschen sind die Wachen empfindlich und gehen allen verdächtigen Lauten nach, die sie registrieren. Deshalb sollte sich Styx aus grösserer Höhe auch nie einfach so herunterfallen lassen, sondern stattdessen auf Geräusch-dämpfende Teppiche und ähnliches achten. Alarmiert ihr die Wachen durch unachtsames Vorgehen, beutetet das aber nicht automatisch das Aus. Die Levels bieten durch diverse Schleichpassagen und ihre stark vertikale Ausrichtung zahlreiche Möglichkeit zur Flucht. Seile zum Klettern und Schwingen zählen ebenso zum Repertoire der Levels wie Klettervorrichtungen, um sichere Positionen zu erreichen. Diese Aussichtspunkte sind auch, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen, von grosser Bedeutung. Möglichst unentdeckt zu bleiben, lautet jedoch das oberste Gebot: Die durch eine Entdeckung erhöhte Aufmerksamkeit der Gegner solltet ihr auch ohne einen Grossalarm nicht auf die leichte Schulter nehmen!

Wenngleich „Styx: Shards of Darkness“ aufs Schleichen fokussiert ist, wird es auch so etwas wie Bosskämpfe geben. Aber auch bei ihnen geht es nicht so sehr um Action, sondern um cleveres Vorgehen, um die mitunter gigantisch grossen Gegner zu überwinden.

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