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Killzone 2

Action-Kracher mit Edeloptik

Test Guest getestet auf Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2

Jeder kennt wohl das erste Killzone-2-Video, welches damals auf der E3 2006 gezeigt wurde. Mit einer bis dato unerreichten Grafikpracht und einer Inszenierung, die jedem Hollywoodfilm zur Genüge reichen würde, sorgte das Game für reihenweise runter klappende Kinnladen. Ob das fertige Spiel der Rendervideo-Vorlage gerecht wird oder im voraus einfach wieder mal viel heisse Luft produziert wurde erfahrt ihr hier.

Nachdem man die Helghast im ersten Teil zwar nicht besiegen, aber ihnen immerhin die Stirn bieten konnte, fasst die ISA (Interplanetary Strategic Alliance) einen gewagten Plan. Mit allem, was die eigenen Truppen hergeben fliegen sie zum Planeten der Helghast, um die rotäugige Bedrohung direkt vor Ort zu bekämpfen. Doch bei der Ankunft auf Helghan erwartet die ISA-Truppen eine böse Überraschung in Form eines völlig unerwarteten Gegenschlags. Imperator Visari hat nämlich von den Plänen der ISA Wind bekommen und lässt zur Begrüssung aus allen aus allen Rohren feuern. In der Rolle des Haudegens Sev schwingen wir uns also zusammen unserem Squad auf eine Landungsschiff um erst Mal die mächtigen Waffen der Helghast auf dem Planet auszuschalten.

Soweit also die Story, den Auftakt zu einer Nonstop-Actionorgie bildet, die ihres Gleichen sucht. Wie im erwähnten Trailer von 2006 gehen Zwischensequenzen fliessen in das Spiel über. Das dabei alles in In-Game-Grafik gehalten wurde, kann man erst glauben, wenn man direkt nach der kinoreif inszenierten Anfangssequenz direkt anfängt zu spielen. Von der ersten Minute an lässt die Playstation 3 ihre Muskeln spielen und verwöhnt das Auge mit gestochen scharfen Texturen und einer beispiellosen Detailfülle. Besonders stechen dabei zuerst einmal die Charaktermodelle ins Auge, die neben einer realistischen Gesichtsmimik auch durch die mehr als gelungenen Animationen überzeugen. Wenn man mit einem Squad von 5 bis 6 Männer durch die Rauch verhangenen Kriegsschauplätze rennt, dann wähnt man sich nur allzu oft in einem Film. Auch wenn die Umgebungen vorwiegen durch Grau-, Braun- oder Grüntöne gehalten wurden, stehen sie den Charaktermodellen in nichts nach. Meterhohe Rauchsäulen, von Blitzen durchzuckte Industriegebiete und weitläufige Steppen wurden wohl noch nie Atmosphärischer in Szene gesetzt. Auch bei den Effekten geizt man nicht Reizen und so  gehören die Nebel- oder Explosionseffekte zum besten was es bisher zu sehen gab. Das Ganze wird stimmig untermalt vom orchestralen Sound und der gewaltig auf Bass ausgelegten Surround-Abmischung. Besitzer einer 5.1.-Anlage werden definitiv auf ihre Kosten kommen. Last but not least sollte noch die gelungene deutsche Synchronisation Erwähnung finden, die einem Film in nichts nachsteht. Zwar haben die Dialoge oft den Charme eines B-Movies-Plots, doch wenn man selber daran teilhat, ist es leichter zu verschmerzen, dass man hin und wieder mit den gängigen Klischees konfrontiert wird.

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