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RACE Pro

PC-Experten versuchen sich auf Konsole

Test Guest getestet auf Beachlife: Virtual Resort

Mit Race und GTR haben die Entwickler von SimBim bereits zwei Rennsimulationen vorzuweisen, die auf dem PC durchaus erfolgreich waren. Nun versuchen sie mit ihrer neuen Racer auch Konsolenspieler zu gewinnen. Doch die Konkurrenz ist gewaltig…

Der Titel erscheint exklusiv für XBOX 360 und wie man weiss, hat man dort mit Forza Motorsports 2 bereits ein echtes Rennspielbrett vorzuweisen. Genau wie Forza versteht sich auf Race Pro als waschechte Rennsimulation und dies wird schon nach den ersten gefahrenen Metern klar. Die Autos sind auf dem Experten Schwierigkeitsgrad kaum auf der Strecke zu halten und auch in Kurven küsst man schnell einmal die Bande. Je nach Härte des Aufpralls wird das Fahrzeug mehr oder weniger mitgenommen und ein Fahrt in die Boxengasse zur Reparatur unumgänglich. Animiert wurde der Boxenbesuch leider nicht, was auch nicht nötig ist, aber auch nicht geschadet hätte. Ein Schadensmodell ist zwar vorhanden, aber die Autos lassen sich nur bis zu einem gewissen Grad verbeulen. Welche Teil nun genau kaputt sind, wird anhand eines Symbols eingeblendet. Überhaupt muss man sagen, dass die Fahrzeugmodelle und er Sound zwar gelungen sind, aber den letzten Schliff an Details vermissen lassen. Irgendwie hat man das alles schon mal besser gesehen. Auch in Sachen Umfang reisst Race Pro keine Bäume aus. Mit 13 originalgetreuen Rennkurse ist der Abwechslung schon von vorne rein eine Grenze gesetzt und mit 48 lizenzierten Fahrzeugen sieht man gegen die Konkurrenz auch eher alt aus.

Anlass zur Kritik gibt es auch in Sachen Präsentation. Der Storymodus ist eine lieblose Aneinanderreihung von Rennen und Musikuntermalung gibt es nur spärlich in Menüs. Gelungen sind dafür die Replays mit ihren spektakulären Kamerafahrten und die Cockpitansicht, die den Schwierigkeitsgrad zwar nochmals anhebt, aber für authentisches Rennfeeling sorgt. Die KI-Fahrer kämpfen in den oberen Schwierigkeitsgraden erbittert um jeden Meter und Fahrfehler bedeutet oft schon das aus, da Aufholen dann fast unmöglich wird. Vor jedem Rennen hat man noch die umfassende Einstellungsmöglichkeiten, die sich neben den Wetterverhältnissen und Anzahl der Gegner, auch auf das Fahrzeug selbst beziehen. Ausserdem kann man sich entscheiden, ob man vor Rennbeginn ein Qualifing fährt oder das Spiel per Zufall über die Startposition entscheiden lässt. Wäre Race Pro vor einem Jahr erschienen, dann wäre die Wertung sicher besser ausgefallen. In Zeiten eines Forza Motorsports 2 oder Gran Turismo 5 muss man aber schon etwas mehr vorlegen und die Könige vom Rennspielthron zu verdrängen. Das Spiel ist nicht wirklich schlecht, aber leider gibt es bessere Alternativen. Rennspielpuristen können aber gerne mal einen nähren Blick riskieren, den herausfordernd ist das Gameplay allemal. Online darf man sich dann auch noch gegen bis zu 11 Gegner packende Renne liefern, im Split-Screen an einer Konsole lediglich gegen einen Freund.

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