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Headset Ear Force X41 (Turtle Beach)

Oldie but Goldie?

Hardware: Test Beat Küttel

Das Headset, welches wir für diesen Monat von Turtle Beach zum Testen erhalten haben, ist nicht gerade der letzte Schrei, zumindest wenn man sich das Erscheinungsdatum anschaut. Bereits seit 2009 ist das “Ear Force X41” erhältlich. In einer Welt, in der die Technologie alle paar Monate wieder riesige Schritte nach vorne zu machen scheint, ist das eine gefühlte Ewigkeit. Doch auch die aktuelle Konsolengeneration hat ja bekanntlich schon einige Jahre auf dem Buckel, und so stellt sich die Frage, ob dieses speziell für die Xbox 360 konzipierte Surround-Headset schon vor 4 Jahren das beste aus dem Sound der Microsoft-Konsole herausholen konnte, oder ob andere Produkte inzwischen um Meilen voraus sind. Headset auf, Konsole an und willkommen beim GAMES.CH-Review des “Turtle Beach Ear Force X41”.

Wie wir das inzwischen von Turtle Beach gewohnt sind, erleben wir beim Auspacken keine bösen Überraschungen. Neben dem in weiss und schwarz gehaltenen Headset, zu welchem wir gleich kommen, sind auch alle benötigten Kabel im Lieferumfang enthalten. So etwas das optische Kabel, mit welchem ihr eure Konsole mit dem Transmitter verbindet, oder das Chatkabel, welches zwischen dem Controller der Xbox 360 und dem Headset hängt. Wie erwähnt hat das “X41” schon einige Jahre auf dem Buckel, und so lässt sich bei einer kurzen Internetsuche durchaus ein Schnäppchen finden. Zwischen 100 und 150 Franke scheint der normale Strassenpreis zu sein, doch ab und an ist es auch für weniger als 100 Franken anzutreffen. Das ist deshalb bemerkenswert, weil es sich um ein Headset mit kabellosem 7.1-Surround-Sound handelt, Eigenschaften, die normalerweise für einen höheren Preis sorgen. Doch bevor wir zum Praxistest schreiten, um zu sehen, ob das “X41” noch mit der jungen Generation mithalten kann, oder doch eher zum alten Audio-Eisen gehört, schauen wir uns zuerst noch einmal das Headset selber etwas näher an.Screenshot

Alles drin, alles dran

Wenn man das “X41” zum ersten Mal in die Hand nimmt, wirkt es irgendwie eher klein, vor allem wenn man nicht gänzlich neu in der Welt der ohrumschliessenden Headsets ist und schon so einiges gesehen hat. Und tatsächlich: Zwar passen unsere Lauscher in die schwarz gepolsterten Ear-Cups, doch Prince Charles mit seinen Segelohren hätte da womöglich Mühe bekundet. Dennoch, der ersten Eindruck ist positiv. Das Headset sitzt zwar ziemlich “knapp”, da der Schreiberling aber selber einen ziemlich grossen Kopf hat, und es dennoch nirgendwo zu drücken beginnt, darf die Passform schon einmal als Erfolg abgehakt werden. Selbstverständlich lässt sich der gepolsterte Bügel in der Länge grosszügig verstellen, genauso wie das (abnehmbare) Mikrofon, welches ganz nach euren Wünschen zurechtgebogen oder auch ganz nach hinten weggeklappt werden kann. Was ebenfalls auffällt ist das matte Äussere des Headsets. Viele Headsets, die wir zuletzt in unserem Testlabor hatten, warteten mit einem Glanzlack-ähnlichen Look auf (auch wenn es sich letzten Endes natürlich nur um Plastik handelt), doch das “X41” ist da anders. Auf den ersten Blick wirkt das zwar etwas billig, wenn man aber etwas genauer hinschaut und das gute Teil auch ein wenig in den Händen hält, dann merkt man, dass dieser härtere Look durchaus seinen Reiz hat. Apropos hart: An der Verarbeitung gibt es nichts zu bemängeln, solange ihr das Headset also nicht nach einem “rage quit” wutentbrannt zu Boden schleudert, werdet ihr lange eure Freude daran haben.

Bevor wir nun aber wirklich zum Feldtest schreiten, schauen wir uns noch kurz die Anschlüsse und Buttons an. Grosse Überraschungen gibt es zumindest für Headset-Kenner dabei nicht. Genau genommen überrascht eigentlich höchstens, wie wenige Anschlüsse und Tasten im Vergleich mit anderen Modellen vorhanden sind. Neben dem Power-Schalter befindet sich nämlich einzig noch ein Lautstärkeregler sowie eine Taste für die Einstellung beziehungsweise Verstärkung des Basses am Headset. Dazu kommt dann noch der Eingang für das Headset-Kabel. Wo der Anschluss für das Ladekabel ist fragt ihr? Tja, Pech gehabt, denn das “X41” verfügt nicht über einen aufladbaren Akku, sondern wird mit zwei AAA-Batterien betrieben. Diese sind zwar im Lieferumfang enthalten, aber natürlich irgendwann (nach ca. 15 Stunden) auch leer und müssen ersetzt werden. Heutzutage sind aufladbare Akkus Standard, und auch im 2009 wird manch ein Gamer angesichts dieses “Features” wohl die Nase gerümpft haben. Und sonst? Keine Lautstärke-Einstellung des Chats? Doch, aber die Bedieneinheit dafür befindet sich nicht am Headset, sondern am Kabel, welches das “X41” mit dem Controller verbindet. Eine durchaus praktische Lösung, wie wir finden, da man so zielsicherer an den richtigen Ort greift und entweder die Chatlautstärke mittels Regler anpasst, oder gleich den Stummschalt-Hebel betätigt.

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