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Farpoint - Test

So muss ein VR-Shooter sein

Test Video Martin Mayer getestet auf PlayStation 4

Gute Grafik

Ein Hingucker mag „Farpoint“ vielleicht nicht sein, wenn man die gesamte Spielelandschaft betrachtet. Allerdings handelt es sich auch um einen VR-Titel, der die Leistungsfähigkeit der PlayStation 4 entsprechend auf die Probe stellt. Gemessen daran müssen wir feststellen, dass „Farpoint“ sogar einen richtig guten Eindruck hinterlässt. Ja, der fremde Planet ist mit seiner Wüstengestalt eher trist und die typischen Schwächen von VR-Spielen wie gering aufgelöste Texturen oder Treppcheneffekte gibt es auch hier.

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Verglichen mit allen bisherigen VR-Spielen auf PlayStation 4 zählt „Farpoint“ aber dennoch mit zu den besten. Denn der Detailgrad ist hoch, die Effekt sind gut – und wie bei so vielen anderen (guten!) VR-Erlebnissen erblassen die kleineren technischen Mängel am Ende ohnehin in Anbetracht der starken Spielmechanik. Noch besser als der visuelle Eindruck ist nur der Sound, der mit astreinen Soundeffekten und sehr guten deutschen Sprechern in den Handlungssequenzen besonders punktet.

Auf ewig in der Bestenliste

Die Story-Kampagne von „Farpoint“ wird euch insgesamt für etwa sechs Stunden beschäftigen. Das klingt nicht nach viel, zählt im Sektor der VR-Spiele aber wie gehabt weiterhin zu den umfangreicheren Spielen. Mit der Kampagne ist das Ende der Fahnenstangen aber noch nicht erreicht. Denn ihr habt auch Zugriff auf zwei weitere Spielvarianten. Zum einen gibt es den Herausforderungsmodus, in dem ihr im Solo-Spiel auf Highscore-Jagd geht. Ihr wählt dabei zwischen verschiedenen, aus der Kampagne entlehnten Szenarien und tötet auch dort unzählige Gegner. Je schneller und effektiver ihr seid, erhaltet ihr Kill-Streak-Boni für Abschüsse – und auch die Abschlusszeit innerhalb der einzelnen Sektoren wirkt sich aus. Genauso wie im Herausforderungsmodus könnt ihr auch im Online-Koop-Modus zwischen verschiedenen Schwierigkeitsgraden wählen (in der Kampagne gibt es diese Option leider nicht).

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Im Online-Koop-Modus ringt ihr jedenfalls mit einem Mitspieler Gegnerwellen nieder und sammelt dafür Punkte. Allein dürft ihr den Horde-artigen Modus nicht angehen. Aber dem Partner den Rücken freizuhalten (hoffentlich tut er es euch gleich!) macht auf Dauer ohnehin mehr Spass. Mit der Solo-Kampagne und diesen beiden Spielvarianten ist „Farpoint“ jedenfalls mühelos für mehr als 10 Stunden gut. Je nach euren Spielvorlieben sogar für weit mehr. Spätestens damit relativieren sich die Anschaffungskosten und der gebotene Spielumfang endgültig. Zumal das phänomenale Spiel- und Mittendringefühl mit dem Aim-Controller auch zum einen oder anderen erneuten Durchgang durch die Solo-Kampagne anreizt.

Fazit

Mit „Farpoint“ ist Entwickler Impulse Gear ein richtig starker VR-Shooter gelungen. Das gilt allerdings nur, wenn ihr das exklusiv für PlayStation 4 erhältliche Actionspiel mit dem Aim-Controller spielt. Zwar funktioniert auch das Spiel auch gut mit dem PS4-Controller, die volle Immersion gibt es aber nur, wenn ihr Sonys gewehrähnliches Eingabegerät nutzt. Mit dem Aim-Controller gibt es wenig, das wir an Farpoint auszusetzen hätten: Das Tracking der Waffen ist sehr präzise, die Kämpfe sind wuchtig und fordernd, die Gegner vielfältig. Die spannende und gut inszenierte Geschichte lässt zwar im letzten Drittel nach, aber das ist ein Manko, das wir mehr als verschmerzen können. Wenn ihr wissen möchtet, wie ein guter VR-Shooter aussieht und sich spielt, dann müsst ihr „Farpoint“ haben.

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