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LEGO-Super-Mario-Sets - Special

LEGO-Mario-Spass für Klein und Gross?

Hardware: Test Video Beat Küttel

LEGO und "Super Mario" sind eine Kombination, bei der man sich fragt, wieso eigentlich nicht schon viel früher jemand auf die Idee gekommen ist. Immerhin stehen beide Marken für hochwertiges Spielen und erstklassige Qualität. Zudem können sie auf eine loyale, enthusiastische Fanbasis zählen. Doch während man sich ein entsprechendes Videospiel sehr gut vorstellen kann, war die Frage, wie denn eigentlich ein LEGO-Mario-Crossover in der echten Welt aussehen soll, um einiges schwerer zu beantworten. Nun haben wir allerdings die Antwort, und zwei Sets der ikonischen Plastikbausteine mit Mario-Thematik sind in unserem Testlabor angekommen. Wir haben fleissig gebastelt, gespielt und auch die relevante Zielgruppe (Kinder ab 6 Jahren) nicht aussen vor gelassen. Lest in unserem Test, weshalb die LEGO-Nintendo-Zusammenarbeit funktioniert hat, es aber dennoch das eine oder andere "Aber" gibt.

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"LEGO Super Mario" besteht aus einem Starter-Set (LEGO-Set-Nr. 71360), das als einziges die Mario-Figur enthält und somit zwingend benötigt wird. Dazu gibt es zahlreiche thematische Erweiterungs-Sets oder auch spezielle Anzüge für Mario zu kaufen. Wir hatten noch das Wüsten-Pokey-Set (71363) zum Testen, und in diesem Artikel ist zudem das Bewachte-Festung-Set (71362) zu sehen, mit dem sich unser Chefredaktor Roger beschäftigt hat. Doch genug der Vorrede. Schauen wir uns an, wie viel Spass "LEGO Super Mario" macht. Let's-a-go!

Schritt 1: Der Aufbau

Nun liegt er also vor uns, ein hosen- und lebloser LEGO-Mario inmitten einer Unmenge an Bausteinen. Doch das Problem ist schnell gelöst: Schnell Hosen, Mütze, Ohren und Knöpfe montiert, Batterien eingesetzt, den Ein-/Ausschaltknopf gedrückt, und schon erwacht der eckige Hüpfspielheld zum Leben. Augen, Mund und eine Anzeige auf der Brust bestehen aus kleinen Farb-Displays, die zusammen mit einem Lautsprecher für einen lebhaften Eindruck sorgen.

Schon bevor wir mit dem eigentlichen Aufbau des Starter-Sets fortfahren, verbringen wir einfach ein wenig Zeit mit unserem Mario. Der hat nämlich einige witzige und teils versteckte Funktionen zu bieten. An der Unterseite sind zu diesem Zweck Sensoren angebracht. Diese ermöglichen es etwa, Bewegungen zu registrieren, sodass passende Soundeffekte abgespielt werden, wenn ihr vorwärts geht oder Mario hüpfen lasst. Auch ein Dreifach-Sprung inklusive eines ikonischen "Wuhuu!" ist möglich.

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Gleichzeitig erkennen die Sensoren, welche Farbe der Untergrund hat, auf dem der pummelige Schnauzbartträger sich gerade befindet. Dies wird einerseits auf dem Brust-Display angezeigt, andererseits aber auch mit Soundeffekten untermalt. Grün ist eine normale Rasenoberfläche, bei Gelb ist Mario im Sand unterwegs, und Blau steht natürlich für Wasser. Am witzigsten und "gefährlichsten" ist aber eine rote Unterlage. Diese weist nämlich auf Feuer beziehungsweise Lava hin und wird mit dem seit "Super Mario 64" bekannten Schmerzensschrei untermalt. Bleibt ihr zu lange auf etwas Rotem stehen, hat Mario dann sogar Kreuzchen in den Augen, ist also (theoretisch) ausser Gefecht gesetzt. Es macht einfach Spass, damit herumzuexperimentieren und dabei auf das eine oder andere Easter-Egg zu stossen. Versucht doch zum Beispiel mal, Mario eine Zeit lang auf den Rücken zu legen ...

Doch nun ist es an der Zeit, mit dem eigentlichen Aufbau unseres Starter-Sets anzufangen. Da keine Schritt-für-Schritt-Papieranleitung beiliegt, laden wir die App (für Android-Geräte oder iPhones) aus dem App-Store. Neben der Möglichkeit, Mario (der Bluetooth unterstützt) ein Update zu verpassen und einige weitere Features zu nutzen, ist das Herzstück der App die Sektion mit den interaktiven Anleitungen. Diese erklären euch genau, was ihr zu tun habt. Das fängt damit an, dass euch angezeigt wird, welchen Plastikbeutel ihr als Nächstes benötigt, um euch dann Schritt für Schritt und in dreh- und zoombaren Darstellungen durch den gesamten Prozess zu führen.

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Wer sich bereits mit "Nintendo Labo" beschäftigt hatte, weiss diese Art der Anleitung zu schätzen. Der Verfasser dieser Zeilen ist wahrlich nicht für sein handwerkliches Geschick bekannt, aber die Benutzerführung ist so gut, dass das Zusammenbauen extrem viel Spass macht. In vielleicht 20 Minuten hat man das Starter-Set fertig, wobei die interaktive Smartphone-Anleitung so strukturiert ist, dass man zwischendurch immer mal wieder aufgefordert wird, mit den bereits fertiggestellten Elementen etwas anzustellen. Da verweilt man dann gern ein bisschen, und alles dauert etwas länger. Doch bald sind die 231 Teile des Starter-Sets aufgebaut. Wer sich bisher schon ein bisschen mit den dänischen Plastikbausteinen auseinandergesetzt hat, weiss, dass das für LEGO-Verhältnisse gar nicht so viel ist. Und entsprechend ist der Anfängerkurs, den wir damit bauen können, auch eher spärlich und klein. Die gute Nachricht ist aber, dass das Set selbstverständlich kompatibel mit einer allfällig bereits vorhandenen LEGO-Sammlung ist. Es ist also möglich, Steine, Platten und vieles mehr zu verwenden, um einen "Level" zu kreieren, und dann die Elemente aus diesem Set einzustreuen. Warum das aus unserer Sicht dennoch ein bisschen zu wenig ist, klären wir in unserem Fazit ganz am Schluss.

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