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Outward - Test / Review

Zurück zu den Wurzeln

Test Video Joel getestet auf Xbox One

Das Ende ist erst der Anfang

Screenshot

Ganz unvorbereitet entlässt uns "Outward" dann trotzdem nicht in die Wildnis. Wir finden Waffen, Rüstungen und Baupläne. Letztere erlauben es uns Gegenstände herzustellen, zu kochen oder Tränke zu brauen. Eifrige Abenteurer werden aber schnell merken, dass unsere Taschen nur Platz für das allernötigste bieten. Abhilfe schafft hier unser Rucksack. Dieser stellt einen essentiellen Teil des Spiels dar, da wir darin einen Grossteil unseres Inventars herumtragen. Der Inhalt bleibt auch bei einem allfälligen Bildschirmtod zurück. Eine der drastischsten Designideen kommt in "Outward" erst dann zum tragen, wenn wir das Zeitliche segnen. Je nachdem wie und wo wir unsere letzten Lebenspunkte verlieren, starten wir an einem anderen Ort. Eine Möglichkeit manuell zu speichern gibt übrigens nicht. Das Szenario, nachdem wir unser Bewusstsein verlieren, kann positiv oder auch negativ ausfallen. Vielleicht findet uns ein Reisender und bringt uns zur nächsten Stadt. Ein anderes Mal wurden wir von Banditen geschnappt und diese liessen uns in ihrer Mine schuften oder wir wurden von Monstern angekettet. Eines haben jedoch alle diese Situationen gemeinsam: Das Spiel ist nicht vorbei. Oft müssen wir uns mit wenig Ressourcen aus einer misslichen Lage befreien und idealerweise erlangen wir dabei auch unseren Rucksack zurück. In der Mine, in die wir uns schon früh im Spiel wiederfanden, halfen kleine Quests unserer Ausrüstung wiederzuerlangen. Hier mussten wir herausfinden, wie wir uns aus der Mine befreien konnten. In diesem Fall führten mehrere Lösungen aus der misslichen Lage. Anfangs machen diese Situationen den Bildschirmtod auf eine morbide Art interessant: Leider wiederholen sich die Todesszenarien schnell und verlieren so viel von ihrem Reiz. Dennoch eine interessante Art unseren Protagonisten erneut in die Welt zu setzen. Weniger neu ist hingegen der Rest des Gameplays. Die Kämpfe sind wegen steifer Animationen und sehr fragwürdiger Hitboxen eher durchwachsen. Zwar sind die Survival-Elemente nett, tragen aber nicht wesentlich zum Spielspass bei. Ein plötzlich eintretender Winter ist nicht einfach zu überleben und immer genügend Nahrung dabei zu haben, ist auch eher frustrierend. Krankheiten sind da schon etwas spannender, aber auch gerade am Anfang des Spiels kann es schnell dazu führen, das wir erneut das Zeitliche segnen.

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