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Twin Mirror - Vorschau / Preview

Zwischen Gedankenpalast und Tod

Vorschau Video Franziska Behner

Wenn es draussen richtig kalt wird, verkriechen sich viele gern zu Hause auf die Couch und lesen ein gutes Krimibuch. Wie wäre es, wenn ihr diesen Winter einfach mal zu einem spielbaren Mystery-Thriller greift? Wir haben für euch "Twin Mirror" angespielt und herausgefunden, ob sich das kommende Projekt aus dem Hause DONTNOD lohnt.

An was denkt ihr, wenn ihr vom Studio DONTNOD hört? Den meisten Spielern kommt vermutlich die "Life is Strange"-Serie in den Sinn. Auch "Tell Me Why" ist von den herausragenden Geschichtenerzählern gemacht. Mit "Twin Mirror" veröffentlichen sie am 1. Dezember 2020 ihr erstes komplett eigenes Werk, das den unverkennbaren DONTNOD-Charme trägt. Wir durften bereits die ersten zwei Spielstunden des Story-lastigen Abenteuers ausprobieren und können eines vorwegnehmen: "Twin Mirror" macht vieles besser, was wir in "Life is Strange 2" vermisst haben.

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Als Enthüllungsjournalist Sam Higgs startet ihr eure Reise auf dem Weg zu einer Beerdigung. Nick, sein bester Freund aus früheren Zeiten, ist bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Also macht sich Sam auf den Weg in seine alte Heimatstadt, von der er sich vor zwei Jahren eigentlich endgültig verabschiedet hat. Auf dem Weg dorthin pausiert er an einer kleinen Anhöhe und schwelgt in Erinnerungen: Hier hat er seiner damaligen Freundin einen Antrag gemacht - der leider ins Leere lief. An diesem Aussichtspunkt betretet ihr auch das erste Mal den Gedankenpalast von Sam: eine glitzernde Spiegelwelt, in der Geschehnisse aus der Vergangenheit bruchstückhaft dargestellt werden, um euch das grosse Ganze zu vermitteln. Ein schönes Stil-Element, das die typischen Rückblenden aus Videospielen kreativ ersetzt. Im Lauf der ersten zwei Stunden, die unsere Demo umfasste, haben wir diese Parallelwelt häufiger betreten und ganz verschiedene Dinge erlebt. Doch dazu später mehr.

Screenshot

Ganz in Gedanken versunken, verpasst Sam die Beerdigung und beschliesst, wenigstens dem Leichenschmaus in der örtlichen Bar beizuwohnen. Doch schnell wird klar, dass er hier nicht gern gesehen ist. Schliesslich ist er für den Enthüllungsbericht zuständig, der dazu führte, dass die örtliche Mine geschlossen wurde. Viele Existenzen stehen seitdem auf dem Spiel. Dazu kommt, dass Sam das Gefühl nicht loslässt, hier einer weiteren Enthüllungsgeschichte auf der Spur zu sein. War der Tod von Nick tatsächlich ein Unfall? Als Sam am nächsten Morgen mit einem blutbespritzten Hemd aufwacht, wird alles nur noch komischer!

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