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Blackwood Crossing - Test

Kurz aber fantastisch

Test Video larissa.baiter@games.ch getestet auf PC

PaperSeven brachte vor kurzem das First-Person-Adventure “Blackwood Crossing” auf den Markt. Das Indie Game überzeugt mit einer grandiosen, emotionalen Geschichte und mit liebevoll gestalteten Charakteren und Animationen. Ob der Indie Titel die knapp 20 Franken wert ist, das erfahrt ihr in unserem Test.

Der Ursprung

PaperSeven ist ein kleines Entwicklerstudio aus England, das sich zum Ziel gesetzt hat, berührende und tiefgründige Spiele auf den Markt zu bringen. Sie legen dabei viel Wert auf das Charakterdesign und insgesamt haben über zwölf Personen an dem Spiel mitentwickelt. Die guten ersten Eindrücke, die wir auf der gamescom sammelten, haben sich beim Durchspielen des Abenteuers, um die zwei Weisenkinder – Finn und Scarlett – gefestigt. Einmal mehr hat sich gezeigt, dass auch kleinere Studios grandiose Spiele auf den Markt bringen können.

Die Geschichte

Gespielt wird aus der Ego-Perspektive von Scarlett, einem rothaarigen, hübschen Mädchen im Pubertätsalter. Sie und ihr kleiner Bruder Finn befinden sich in einem Zug, in dem seltsamen Dinge passieren. Dabei wird Scarlett von ihrem Bruder von einem Rätsel ins nächste geführt. Die Steuerung ist recht einfach und auch die Rätsel sind verhältnismässig einfach gehalten. Immer wieder rennt der kleine Bruder davon. Um ihn wieder einzuholen, muss Scarlett Stücke aus ihrer gemeinsamen Kindheit zusammenpuzzeln. Dabei kann Scarlett mit Dingen aus ihrer Umgebung interagieren, betrachten und umherlaufen. Im späteren Verlauf des Spiels erhält sie zusätzliche Fähigkeiten, die ihr helfen, die Rätsel zu bewältigen.

Bei den einzelnen Rätseln werden alte Kindheitserinnerungen wach! Die blühende Fantasie der Kindheit wurde liebevoll ins Spiel implementiert, so erlernt man magische Kräfte und kann Dunkelheit vertreiben und Dinge zum Leben erwecken. Eine gelungene Mischung aus fantastischen Disneyanimationen und realen Erinnerungen, wie dem Basteln in einem selbstgebauten Baumhaus. Im Verlauf des Spiels erfährt Scarlett immer mehr über sich, ihren Bruder und die Beziehung zwischen den Beiden. Dabei tauchen gemeinsame Bekannte, wie die Grundschullehrerin, auf. Indem man die einzelnen Protagonisten in der richtigen Reihenfolge anspricht, ergibt sich langsam ein Gesamtbild über das was vorgefallen ist.

Screenshot

Das Spiel unterteilt sich in vier Kapitel, wenn man die Einführung und die Endsequenz nicht dazuzählt, die an verschiedenen Orten spielen. Es geht aber immer um die zwei Weisenkinder und ihre Beziehung zueinander, gemeinsame Erinnerungen, Streitereien, Versöhnung. Das Spiel baut auf Emotionen auf und lässt den Spieler diese Emotionen selbst spüren.

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