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Kirby Fighters 2 - Test / Review

"Smash" light - mit viel Kirby

Test Video Alain Jollat getestet auf Nintendo Switch

Unterschiedliche Arenen und Spielmodi

Auch die unterschiedlichen Arenen müssen im Verlauf des Spiels freigeschaltet werden, eben genau wie die Kämpfer. Von Anfang an sind drei Arenen verfügbar, zuzüglich der optisch weniger ansprechenden Trainingsarena. Im Gegensatz zu "Smash Bros. Ultimate" kann man aber nirgends herunterfallen. Trotzdem bieten die unterschiedlichen Locations nicht nur optische Abwechslung. Mal herrscht Wind, der einen in eine gewisse Richtung drängt, mal verletzen einen aus dem Hintergrund hervorspringende Hände, wenn man nicht aufpasst.

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Die relativ kurze Liste der Modi starten wir mit dem klassischen Kampfmodus, der entweder allein oder lokal mit Freunden gespielt werden kann. Fehlende Freunde können nach Belieben mit computergesteuerten Kämpfern ersetzt werden. Dabei kann man in Teams oder in einem wilden Jeder-gegen-jeden-Gewusel kämpfen. Im Gegensatz zur "Smash Bros."-Reihe lässt sich aber ausser der Anzahl und der Art der Kämpfer nichts einstellen. Es ist also beispielsweise nicht möglich, die Items zu deaktivieren.

Der Kampfmodus lässt sich auch online spielen oder auf mehreren Switch-Konsolen via "Lokales Spiel".

Wer gern etwas Abwechslung benötigt, für den gibt es entweder eine Art Survival-Modus, bei dem die Energie aber vor jedem Match aufgefüllt und am Ende die Gesamtzeit notiert wird. Oder man stürzt sich in den Story-Modus.

Story-Modus

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Im Story-Modus kämpft man sich Kapitel für Kapitel und Raum für Raum einen Turm hinauf, um Kirbys Erzfeinden Meta Knight und König Dedede zu besiegen. Dabei reiht sich Teamkampf an Teamkampf. Und nach jedem Scharmützel kann man sich mit gewissen Extras ausrüsten, die dann bis ans Ende des Kapitels aktiv sind. Man kann beispielsweise die Energie steigern oder die Kraft der eigenen Angriffe. Oder man wertet Extras auf, die in der Arena auftauchen könnten. Unterbrochen wird das Ganze von Bossfights. Und das ist leider der Knackpunkt an der ganzen Geschichte: Die Kämpfe gegen die aus anderen Kirby-Spielen bekannten Gegner werden in späteren Levels unnötig schwierig, und man fragt sich, was genau sich die Entwickler dabei gedacht haben.

Fazit

"Kirby Fighters 2" ist ein wirklich knuffiger Titel, der die Einstiegshürde für neue Spieler von Platform-Fightern senkt und wesentlich zugänglicher ist als andere Genrevertreter. Die Langzeitmotivation wird eher mässig durch den Kämpferrang sichergestellt. Für jeden Kampf erhält man Punkte und steigt so Rang für Rang auf und schaltet neue Kämpfer, Arenen oder Items frei. Was zu Beginn noch relativ schnell geht, zieht sich später aber unnötig in die Länge. Es fühlt sich gegen Ende zu stark nach Grind an, und das Freischalten der letzten Fighter ist wirklich mühsam.

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Mit den richtigen Freunden macht "Kirby Fighters 2" durchaus Spass. Es handelt sich um eines der Spiele, bei denen nur in der passenden Konstellation der Funke überspringt. Sobald man aber wieder allein spielt, zeigt sich erneut das Problem mit der fehlenden Langzeitmotivation.

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