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Yooka-Laylee - Vorschau

Nostalgie-Charmebolzen in Grün und Blau

Vorschau Michael

Viel Grinsen im Gesicht

Was "Yooka-Laylee" aber aktuell wirklich einzigartig macht, sind die skurrilen Figuren. So hetzt einem Capital B nicht nur seine blauen Unholde auf den Hals, sondern auch hüpfende Augen. Setzten die sich auf einen dicken Felsquader, bringen sie ihn unter Kontrolle und wirbeln auf das Duo zu. Das gleiche geht mit unschuldigen Schneemännern, die dann mit fuchtelnden Zweigarmen lospoltern. Einfach grossartig! Im Eis warten freilich auch kleine Yeti-Wesen und im Wasser wabernde Quallen, die an eine genervte Supermarktverkäuferin denken lassen. Dann sind da noch jene liebenswert doofen Gehilfen, die einem Tipps geben oder zu netten Minispielen verführen. In den Tropen wartet etwa Nimble, eine Wolke mit Rennfahrerhelm, die den Spieler zu einem Rennen durch den Dschungel herausfordert. Wer den Klassiker "Super Monkey Ball" kennt, weiss was ihn erwartet. Im eisigen Glitzerfrostgletcher mit seinen Eis-Schlössern haut einen hingegen Kartos, eine sprechende Minen-Lore, an. In ihr kann man durch einen 2D-Hinternis-Parkour von schwebenden Gleisen hetzen, um möglichst viele Kristalle einzusammeln. Als Belohnung verspricht der alte Haudegen eine der goldenen Buchseiten.

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Über den Verlauf des gesamten Spiels lassen sich immer weitere Möglichkeiten und Fähigkeiten akquirieren. Spielerfolge wie „10 besiegte Unterwassergegner“ können an Tonik-Automaten-Damen gegen mehr Gesundheit oder mehr Atemluft eingetauscht werden. Laylee erlernt hingegen einen Sonar-Angriff, der Gegner verwirren, betäubenden und zurückstossen kann. „Ihr werdet so manches Mal wieder in eine Welt zurückgehen“, verspricht Stevenson. „Denn manchmal wird ein Ort später mit einer neuen Fertigkeit nochmal richtig interessant.“ Die Entwickler haben damit das Prinzip von Banjo-Kazooie mit einigen sanften Anpassungen clever in die Moderne gehievt – denn vieles was damals schon grossartig war, funktioniert auch heute noch grandios. "Yooka-Laylee" verspricht damit nicht nur viel Spiel, sondern auch verdammt viel Spass und gute Laune. Alles wirkt erfrischend heiter, einlullend idyllisch und einfangend nostalgisch. Tode und die manchmal unvermeidliche Fehlsprünge in den Abgrund stören nicht, sondern werden zumindest beim Probespiel mit einem Schulterzucken abgetan. "Yooka-Laylee" hat das Zeug, seinen Spielern ein dickes Grinsen aufs Gesicht zu zaubern.

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