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The Order 1886: Interview mit Ru Weerasuriya

Unvollkommenheit ist doch nur menschlich!

Interview Ulrich Wimmeroth

Das PS4-exklusive Mammut-Projekt „The Order 1886“ der Ready at Dawn-Studios erregt die Gemüter: Zu kurz, zu schlauchig, keine offene Spielwelt, rufen die kritischen Stimmen. Wir sind der Meinung das der Spielspass stimmt und die Präsentation atmosphärisch und optisch die aktuelle Referenz für einen Konsolentitel bietet.

Grund genug uns mit Ru Weerasuriya, dem Creative Director von „The Order1886“ und Gründungsmitglied von Ready at Dawn, gemütlich ein Fläschchen Schwarzwasser zu teilen und in aller Ruhe zu plaudern. Unsere Themen unter anderem: Wie der ungewöhnliche Look des Spiels entstanden ist, welche Rolle reale historische Ereignisse in der Geschichte spielen und warum die Entwickler mit dem Vergrösserungsglas auf den Strassen Londons unterwegs waren.

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GAMES.CH: König Artus und die Ritter der Tafelrunde, Energiegewehre, drahtlose Kommunikation und Wolfsmenschen. Wie seid ihr denn auf diesen Mythen-Mix als Hintergrundgeschichte gekommen?

Ru: Wir haben uns überlegt, was uns und die Spieler denn faszinieren könnte. Und wir sind überzeugt, das reale historische Ereignisse und Personen unheimlich viel an Spannung zu bieten haben. Also haben wir uns von der Zeit der industriellen Revolution inspirieren lassen und einfach einige „Was wäre wenn“-Momente eingebaut. Was wäre wenn es eine uralte Bedrohung durch genetische Veränderungen gäbe, was wäre wenn ein Geheimbund der bis zur Zeit der Artus-Sage zurückreicht für den Schutz der Menschen zuständig wäre. Wir haben eine alternative Realität erschaffen und diese so glaubhaft wie möglich gestaltet. Sogar das Schwarzwasser, die geheimnisvolle Flüssigkeit, die den Rittern des Ordens zu einem sehr langen Leben und schnell heilenden Wunden verhilft, begründet sich in der Sage vom heiligen Gral. Und diese ist mit wiederum mit König Artus und den Rittern der Tafelrunde verbunden.

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