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Captain Toad: Treasure Tracker

Kleiner Toad ganz gross!

Test Beat Küttel getestet auf Nintendo Wii U

Ein Spiel im Super-Mario-Universum, in welchem die Spielfigur nicht springen kann? Mini-Level? Keine Oberwelt, in der man sich bewegen kann? Ob das gutgehen kann, dazu noch mit einem Helden, der bis jetzt wenn überhaupt höchstens die zweite Geige spielte? Die Antwort auf die letzte Frage ist ein klares und deutliches JA! Warum es uns das Abenteuer von Toad und seiner Freundin Toadette so angetan hat und weshalb es wohl auch euch begeistern und vor Charme dahin schmelzen lassen wird, lest ihr in unserem Review.

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Wir geben es zu: Als wir an der E3 zum ersten Mal Hand an “Captain Toad: Treasure Tracker” legen konnten, waren wir nicht zu hundert Prozent überzeugt vom Gebotenen. Klar, die Level wie man sie als Bonus aus dem Hit-Titel “Super Mario 3D World” bereits kannte waren nett gestaltet, farbenfroh und verwinkelt. Dennoch wollte sich nicht so recht Euphorie einstellen. Jetzt, nachdem wir den Titel bereits einige Wochen auf der Redaktions-Wii-U testen konnten, ist auch der Grund dafür klar. Das Spiel rund um den putzigen Pilzkopf Toad braucht nämlich einfach einige Level Anlauf, um so richtig seinen Groove zu finden. Die ersten Abschnitte sind derart einsteigerfreundlich und übersichtlich gestaltet, dass gestandene Spieler fast ein wenig unterfordert zum Ziel stapfen. Erst, wenn das Ganze dann ein wenig komplexer wird, fühlt man sich genügend gefordert, was natürlich so ziemlich das wichtigste Element bei einem Puzzlespiel ist, welches nicht primär auf euer Reaktionsvermögen am Gamepad oder ähnliches setzt. Doch viele von euch dürften von dem Spiel bisher noch wenig bis gar nichts gehört haben, daher hier erstmal eine kurz Erklärung zu Ablauf und Spielziel für all jene, die das Prinzip nicht bereits aus den “Super Mario 3D World”-Leveln kennen.

Sterne, fette Klunker und mehr…

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Anders als in sonstigen 3D-Games im Mario-Universum sind die Levels in Toads erstem eigenen Abenteuer in den allermeisten Fällen sehr übersichtlich gestaltet. Zwischendurch gibt es zwar auch ausladendere Abschnitte, aber meist handelt es sich um würfelförmige Diaramen, um welche ihr die Kamera frei bewegen könnt, um zu sehen, was wo noch alles versteckt ist. Das Unglaubliche daran ist, wie Nintendo es schafft, aus dieser eigentlich so dermassen simplen Ausgangslage unzählige Stunden an Spielspass herauszukitzeln. Denn eigentlich stapft ihr als Toad (der wie gesagt nicht springen kann) durch die Level, sammelt Goodies und am Ende jeweils einen Stern ein, um in der Geschichte, die mit der Entführung von Toads Freundin Toadette beginnt, voranzukommen. Das war schon alles.

Was daran Spass machen soll, wenn man in winzigen Level (die man erst noch von allen Seiten betrachten kann um Geheimnisse aufzudecken) rumwuselt, in denen sich die Gefahr durch Gegner meist eher in Grenzen hält? Ganz einfach, es ist der schier unverschämte Ideenreichtum der Entwickler. Während man in anderen Spielen eine gute Idee oft solange wiederverwertet, bis sie langweilig wird, überrascht einen “Captain Toad: Treasure Tracker” in jedem Level wieder aufs Neue. Einerseits springt man in den Settings wild zwischen Unterwasserlevel, Geisterhaus, fahrendem Zug, Lava-Abschnitten, Lorenlevel und noch vielem mehr hin und her. Andererseits ist aber auch die Interaktion mit den Level-Elementen so vielfältig und immer wieder anders, dass euch garantiert nie langweilig wird. Euer Ziel ist es, neben dem Finden des Sterns (welcher den Level jeweils abschliesst) auch noch drei Juwelen in jedem Abschnitt aufzuspüren und diese dann natürlich auch einzusammeln, was oft einfacher klingt als es ist. Die einzelnen Abschnitte des Spiels werden euch dabei in Kapiteln in Buchform präsentiert. Dies ist einerseits sehr nett gemacht, hilft euch andererseits auch, immer schön die Übersicht zu wahren, welche Goodies euch unter Umständen noch fehlen.

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