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Samurai Shodown - Vorschau

Wiedergeburt eines legendären Neo Geo Beat'em Up-Klassikers

Vorschau Video Sönke Siemens

Spätestens nach der Veröffentlichung von „Samurai Shodown“ für die 16-Bit-Kultkonsole Neo Geo im Sommer 1993 lagen waffenbasierte Beat’em Ups voll im Trend. Mehr als 25 Jahre später werkelt SNK nun an einem Reboot der Marke für PS4, Xbox One, PC und Nintendo Switch. Auf einer Hands-on-Veranstaltung Mitte März in London konnten wir schon einmal die Klingen wetzen und den Chef-Entwickler des Projekts zum Video-Interview bitten.

Quizfrage an alle Fighting-Game-Enthusiasten: Was haben „Battle Arena Toshinden“ (1995) für die erste PlayStation, „The Last Blade“ (1998) für das Neo Geo und „Soul Calibur“ (1999) für das Dreamcast gemeinsam? Richtig, in allen drei Beat’em Ups steht der Zweikampf mit Waffen im Fokus. So richtig ins Rollen kam dieses Subgenre allerdings schon im Juli des Jahres 1994 als Arcade-Spezialist SNK den Spielautomaten „Samurai Shodown“ auf den Markt brachte. Das Spiel, welches bereits einen Monat später auch für das Neo Geo erschien, wurde schnell zum Hit. Mehr als ein Dutzend Ableger folgten, darunter sogar ein ausserhalb Japans nie veröffentlichtes Rollenspiel namens „Samurai Shodown: RPG“.

Screenshot

Nach dem Release der „Samurai Shodown: Anthology“ im Jahr 2009 verschwand die Marke dann allerdings unter dem Radar und tauchte erst im September letzten Jahres wieder auf. Und die Fans jubelten, denn statt mal wieder eine Retro-Spielesammlung anzukündigen, zeigte SNK einen rasant geschnittenen Teaser zu einem Reboot des ersten Teils – in Japan besser bekannt als „Samurai Spirits“. Resultat: Mehr als 853.000 Aufrufe, 14.868 Likes und gerade einmal 210 Dislikes. Mit anderen Worten: Die Community freut sich tierisch auf das, was da auf sie zukommt!

Schlagabtausch in 4K

Die wohl auffälligste Neuerung des Reboots ist zweifelsohne die Grafik. SNK verabschiedet sich vom charmanten Pixel-Look der späten 90er und setzt auf komplett dreidimensional modellierte Charaktere, die sich – „Street Fighter IV“ und „Street Fighter V“ lassen grüssen – auf einer 2D-Ebene die Energiebalken leerkloppen. Als Technikmotor dient die zuletzt auch in „Tekken 7“ und „Soul Calibur VI“ verwendete Unreal Engine 4. Sie zaubert die gut animierte Action in butterweichen 60 Bildern pro Sekunde auf die Mattscheibe und stemmt auf PS4 Pro und Xbox One X mit dem passenden TV jeweils 4K-Auflösung.

Schade: Die für das vierte Quartal 2019 geplante Nintendo Switch-Fassung wurde vor Ort noch nicht gezeigt. Ob das Gebotene hier ähnlich flüssig läuft und die allgegenwärtigen Blutspritzer hier ebenfalls auf den Klamotten der Recken kleben bleiben, können wir euch daher leider noch nicht sagen.

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